49 neue Gemeinschaftsschulen sind ein guter Anfang

"49 neue Gemeinschaftsschulen ab kommendem Schuljahr sind weit mehr als zu erwarten war. Das ist ein klares Signal zu längerem gemeinsamem Lernen", sagte Matthias Heidn, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Montag, 4. Februar 2008 in Kiel zur Pressekonferenz von Bildungsministerin Erdsiek-Rave. Er appellierte an die Ministerin, die Schulen jetzt auch so auszustatten, dass sie erfolgreich arbeiten könnten. Erforderlich seien u.a. kleinere Klassen und eine einheitliche Lehrverpflichtung für alle Lehrkräfte von höchstens 24 Stunden.

04.02.2008 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

Der Genehmigungsprozess für die neuen Schulen offenbare aber auch einige Seltsamkeiten, meinte Matthias Heidn. "In Kiel und Lübeck wird die Bremser-Funktion der örtlichen CDU leider überaus deutlich. Hier scheint das neue Denken noch nicht angekommen zu sein." Obwohl sich die alten Gesamtschulen vor Anmeldungen kaum retten könnten, komme aus Kiel gar kein und aus Lübeck nur ein Antrag auf Einrichtung einer Gemeinschaftsschule. Absurderweise beantrage die Stadt Lübeck dann auch noch aus der Holstentor-Realschule eine Regionalschule zu machen, obwohl gerade diese Schule wegen ihres Profils als Gemeinschaftsschule bestens geeignet sei.

Auf wenig Gegenliebe stößt beim GEW-Landesvorsitzenden die Genehmigung eines Gymnasiums mit Regionalschulteil in Hohenwestedt. "Statt dieses seltsamen Konstrukts wäre hier eine Gemeinschaftsschule, in der alle Kinder gemeinsam lernen, die bessere Lösung."

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GEW Schleswig-Holstein

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