Aktionsbündnis Schule: "Eine Schule für alle" ist verordnete Unfreiheit
Unmissverständlich müssen in einem gerechten Schulsystem behinderte Kinder alle Unterstützungs- und Aufstiegschancen erhalten, die möglich sind. Hierzu gehört auch die in Nordrhein-Westfalen eröffnete Möglichkeit des integrativen Unterrichts.
17.03.2009 Pressemeldung Aktionsbündnis SchuleAllerdings lehnt das Aktionsbündnis Schule (ABS) mit Entschiedenheit ab, hiermit eine grundsätzliche Schulstrukturdiskussion zu verknüpfen. Das Aktionsbündnis lehnt ab, alle Schulformprofile einzuebnen und damit die Eltern- und Schülerwahlfreiheit abzuschaffen. Das Aktionsbündnis vertritt u.a. Eltern und Lehrkräfte der Hauptschulen, Realschulen, Förderschulen, Gymnasien und der Berufskollegs ebenso wie schulische, hochschulpolitische und wirtschaftliche Organisationen.
"Wer individuelle Förderung ernst nimmt, muss unterschiedliche Neigungen, Fähig-keiten, Begabungen und Interessen der Kinder und Jugendlichen berücksichtigen. Statt bei rückläufigen Schülerzahlen kleinere Systeme zu ermöglichen, setzen die Einheitsschulbefürworter auf größere integrative Systeme. Welch ein Rückschritt!", so Peter Silbernagel, Sprecher des Aktionsbündnisses Schule.
Das Aktionsbündnis Schule wirft den Vertretern der Einheitsschule vor zu verschweigen, dass viele Länder mit sogenannten integrativen Schulsystemen sehr früh hoch-selektive Entscheidungen der Eltern bei der konkreten Schulwahl hinnehmen. Auch führt in vielen Ländern ein Privatschulsystem neben einem öffentlich integrativen Schulsystem zu erheblichen Ungerechtigkeiten.
Darüber hinaus haben mehrere Studien nachgewiesen, dass längere gemeinsame Lernzeiten gerade die schwächeren Schülerinnen und Schüler benachteiligen.
"Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer werden daher in Nordrhein-Westfalen den Irrweg einer Einheitsschule nicht mitgehen!", stellt Peter Silbernagel fest.
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