Türkische Schulen

Alexander König: Keine türkischen Gymnasien und Universitäten in Deutschland – Erdogan torpediert Integration

"Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan verwechselt Äpfel mit Birnen. Und das große Problem ist: Er tut das absichtlich", sagte Alexander König, der Stellvertretende Vorsitzende der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag zu dessen Vorschlag, in Deutschland türkische Gymnasien und Universitäten zu gründen.

25.03.2010 Pressemeldung CDU/CSU

Der Vergleich mit den deutschen Schulen im Ausland sei falsch, weil dort oftmals Kinder von befristet im Ausland lebenden Deutschen unterrichtet würden. "Aber gerade wenn wir nach mehreren Jahrzehnten gelernt haben, dass viele Zuwanderer nicht befristet hier arbeiten, sondern bleiben wollen, müssen wir sie für das Leben hier befähigen", sagte König.

Es sei deshalb offensichtlich, dass Erdogan hier für seine innenpolitischen Ziele eine starke türkische Gemeinde etablieren wolle. Wenn er sich wirklich für die Lebenssituation der hier lebenden Zuwanderer interessieren würde, hätte er nicht solche kontraproduktiven Vorschläge gemacht. "Deshalb liegt der Verdacht nahe, dass er an einer gelingenden Integration aus vordergründigen politischen Motiven nicht interessiert ist", stellte König bedauernd fest.

"Einen Staat im Staat lehnen wir ab", sagte der CSU-Fraktionsvize. Das wäre ein völlig falsches Signal an Zuwanderer. Es müssen vielmehr alle Anstrengungen unternommen werden Zuwanderer und deren Kinder rechtzeitig zu integrieren. Und da steht an erster Stelle der Erwerb vollumfänglicher deutscher Sprachkenntnisse. "Das ist keine Bringschuld des deutschen Staates, sondern in erster Linie eine Holschuld der Menschen, die dauerhaft hier bei uns in Deutschland leben wollen, " stellte König fest.

Wer guten Willens sei, die deutsche Sprache zu erlernen, dem müsse die Hilfe der Gesellschaft und des Staates zuteil werden. "Besonders türkische und russischstämmige Kinder, welche oft mit völlig unzureichenden deutschen Sprachkenntnissen in den Kindergarten kommen, müssen dort bestmöglich unterstützt werden." Diese Erfahrung habe der CSU-Politiker jüngst bei einem Besuch eines Kindergartens in Hof gemacht. "Dort leisten die Erzieherinnen hervorragende Arbeit in der Integration. Das ist der richtige Weg und nicht türkische Schulen."

Deshalb sei der Vorschlag des türkischen Regierungschefs mit aller Entschiedenheit zurückzuweisen. "Und zwar im Interesse der hier lebenden Zuwanderer, aber auch im Interesse des deutschen Staates. Erdogans Träume von Deutschland als eine Art türkische Kolonie sind absurd", sagte König abschließend.

http://www.csu-landtag.de

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