Angestellte Lehrer/innen in Nordwürttemberg im Warnstreik

An den Warnstreiks an Schulen in Nordwürttemberg haben sich heute (28.01.) rund 500 angestellte Lehrer/innen und Erzieher/innen beteiligt. Zu den zwei zentralen Kundgebungen in Heilbronn und Ludwigsburg kamen insgesamt etwa 400 Streikende. "Dies war ein wichtiges erstes Signal an die Arbeitgeber, endlich ein Angebot auf den Tisch zu legen. Wenn sich die Landesregierung nicht bewegt, wird bei weiteren Warnstreiks demnächst landesweit Unterricht ausfallen", sagte am Mittwoch (28.01.) in Stuttgart die GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz. Für Donnerstag (29.01.) sind weitere Warnstreiks angekündigt. In Schorndorf findet eine Kundgebung statt.

28.01.2009 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) setzt sich in den bundesweiten Tarifverhandlungen für Landesbeschäftigte für acht Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 200 Euro ein.

Von den rund 123.000 Beschäftigten im Kultusressort des Landes Baden-Württemberg sind knapp über 10.000 im Angestelltenverhältnis, davon etwa 4.000 in Nordwürttemberg, wo heute zu Warnstreiks aufgerufen wurde. Dies sind Erzieher/innen und weitere Beschäftigte an Heimsonderschulen, Fachlehrer/innen an Schulkindergärten und zum größten Teil Lehrer/innen an öffentlichen Schulen. Die meisten Angestellten gibt es an Beruflichen Schulen und den Grund- und Hauptschulen. Angestellt werden Lehrer/innen zum Beispiel, wenn sie bei der Einstellung über 45 Jahre alt sind, keine EU-Bürger sind oder nur ein Fach studiert haben.

Die Mehrzahl der Lehrer/innen sind Beamte, denen die Landesregierung zugesagt hat, das Tarifergebnis zu übernehmen. Deshalb ruft die Bildungsgewerkschaft GEW auch die Beamten zur Unterstützung der geplanten Aktionen auf. Beamte dürfen zum Beispiel nicht als Streikbrecher eingesetzt werden, um den Unterricht ihrer streikenden ang¬stellten Kolleg/innen vertreten. Die GEW will außerdem eine bessere Bezahlung für Anwärter/innen und Referendar/innen. Bisher müssen diese während ihrer Ausbildung oft Schulden machen, weil das geringe Gehalt nicht für den Lebensunterhalt reicht.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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