Anmeldezahlen: Regionalschulen starten als Restschulen

Die am Montag, 28.4.08 von Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave vorgestellten Anmeldezahlen zu den neuen Gemeinschafts- und Regionalschulen überraschten die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in keiner Weise.

28.04.2008 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

"Das entspricht in etwa unseren Erwartungen. Einzelne Ausnahme können nicht darüber hinweg täuschen: Die Regionalschulen drohen schon vor ihrem Start zu Restschulen zu werden", sagte Matthias Heidn. Das habe weder etwas mit dem Marketing der Gemeinschaftsschulen, noch der Arbeit der Lehrkräfte zu tun, sondern liege schlichtweg am falschen Ansatz der Regionalschulen.

Die Eltern wünschten sich richtigerweise ein längeres gemeinsames Lernen aller Kinder. Deshalb hätten die Gemeinschaftsschulen eine wesentlich stärkere Nachfrage, erklärte der GEW-Landesvorsitzende. Politisch betrachtet, stärke das Anmeldeverhalten den Kurs der SPD gegenüber der CDU.

Nachdrücklich plädierte der GEW-Landesvorsitzende für eine b esser e Ausstattung der neuen Schulen "Die Schulen brauchen mehr Personal, wenn sie den vorgesehnen Unterricht wirklich erteilen sollen. Wer eine Schulreform in Gang setzt, muss auch für die notwendigen Mittel sorgen, sie erfolgreich umsetzen zu können", sagte Matthias Heidn. Dazu zählten u.a. niedrigere Unterrichtsverpflichtungen, kleinere Klassen, mehr Fortbildung, b esser e Räumlichkeiten und ein Ausbau der Schulsozialarbeit.

Ansprechpartner

GEW Schleswig-Holstein

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