Antike Kunst und unbekannte Planeten
21 junge Wissenschaftler mit acht Projekten werden Mecklenburg-Vorpommern beim 40. Bundesfinale von Jugend forscht vertreten. Sie überzeugten die Jury beim heutigen Landeswettbewerb, den die Stiftung Jugend forscht e. V. mit dem Landespaten Wemag AG in Schwerin ausrichtete. Im Rahmen der Feierstunde würdigte Ministerpräsident Harald Ringstorff die Leistungen der Teilnehmer. Insgesamt traten in der Landeshauptstadt 96 junge Forscher mit 45 Arbeiten an.
05.04.2005 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Der Blick in die Vergangenheit wie auch in die Zukunft war in diesem Jahr ein wichtiges Thema in Mecklenburg-Vorpommern: So beschäftigten sich Daniel Lorenz (20), Kathrin Schedler (20) und Lisa Börner (20) aus Rostock mit einem alternativen Restaurierungsverfahren für antike Kunstschätze. Ihre Konservierungsmethode für Wandgemälde und Fresken auf Enzym-Basis ist nicht nur besonders nachhaltig, sondern vor allem einfach reversibel, und brachte ihnen den ersten Preis im Fachgebiet Chemie ein. Im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften untersuchten Norman Loeckel (20), Falk Töppel (20) und Johannes Knebel (19), ebenfalls aus Rostock, die Möglichkeiten, aus dem noch unbewohnbaren Planeten Venus mit Hilfe von biologischen, chemischen und physikalischen Verfahren eine zweite Erde zu machen. Ihr Projekt "Terraforming der Venus" wurde mit einen Landessieg ausgezeichnet.
Einen weiteren ersten Platz in Geo- und Raumwissenschaften vergaben die Juroren an das Dreier-Team Steffen Müller, Sebastian Kührmann und Toni Pietzner (alle 17 Jahre alt und aus Waren), die mit Hilfe von Satellitenbildern die Flora im Müritz-Nationalpark analysierten. Ein vergleichbares Projekt aus Mecklenburg-Vorpommern hatte im Vorjahr sogar den Bundessieg errungen. Mit dem "Befall der Teichmuschel durch die Dreikantmuschel" befassten sich Philipp Berndt (19) und Henriette Zelck (19) aus Rostock. Sie gewannen in Biologie und qualifizierten sich ebenfalls für den Bundeswettbewerb. Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurden Annika Maxam (19) und Juana Karsch (19) aus Rostock mit ihrer Arbeit über "Farb- und Kontrastwahrnehmung von Sehbehinderten an Bildschirm-Lesegeräten".
Weitere siegreiche Forscher: Jan Fuhrmann (18) und René Romann (18) aus Schwerin mit der "Simulierung einer Testumgebung für fußballspielende Roboter", Jan Klosa (18), Mario Stephan (19) und Matthias Florian (20) aus Neubuckow mit der "multidimensionalen Darstellung medizinischer Zeitreihen zur Krankheitsanalyse" sowie Ulrike Steffen (16), Hella Ußler (16) und Vincent Weiß (16) aus Rostock mit "Robinsons Insellösung".
Das 40. Bundesfinale von Jugend forscht findet vom 26. bis 29. Mai 2005 in Dortmund statt. Ausrichter des Jubiläumswettbewerbs sind die Stiftung Jugend forscht e. V. und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Alles Wissenswerte sowie viele download-fähige Fotos aus vier Jahrzehnten Jugend forscht finden Sie unter www.jugend-forscht.org.
Kontaktadresse:
Stiftung Jugend forscht e.V.
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