"Auch Eltern müssen in die Schule kommen"

"Jetzt beginnt der Ernst des Lebens" - dieser Satz beschreibt, wie abrupt der Wechsel vom Kindergarten in die Schule lange Zeit war. Ist das heute anders, haben wir Renate Niesel und Wilfried Griebel vom Staatsinstitut für Frühpädagogik in München gefragt.

18.07.2012 Pressemeldung Cornelsen Verlag GmbH

Kinder schauen nur auf das, was unmittelbar vor ihnen liegt und freuen sich darauf, ein Schulkind zu werden, erklären die beiden Psychologen. Aber der gefühlte Ernst des Lebens ist bei den Eltern noch immer sehr präsent. Denn sie denken weit über das erste Schuljahr hinaus an die gesamte Schullaufbahn.

Und: Nicht nur an die Kinder, auch an die Eltern stellt dieser Übergang große Anforderungen. In einer Studie haben Renate Niesel und Wilfried Griebel festgestellt, dass die Betroffenheit der Eltern lange Zeit sehr unterschätzt wurde. "Eltern werden auch bis heute noch in erster Linie als Unterstützer ihrer Kinder gesehen. Aber auch die Eltern selbst müssen in die Schule kommen. Deswegen gehört es zu dem Wichtigsten für Schulen, vertrauensbildende Maßnahmen bei den Eltern aufzubauen. Sie brauchen die Eltern, die zusammen mit dem Kind den Übergang schaffen müssen."

Mehr über die Chancen, die ein solcher Wechsel eröffnen kann, über die Rolle der einzelnen Akteure und über die Auswirkungen eines gelungenen Übergangs auf die späteren Schulleistungen im Interview von Perspektive: Bildung mit Renate Niesel und Wilfried Griebel.

Über Perspektive: Bildung

Das Projekt Perspektive: Bildung will den öffentlichen Diskurs über Bildung in Deutschland fördern. Schule steht im Vordergrund dieses Forums. Perspektive: Bildung dokumentiert den Bildungsalltag ebenso wie aktuelle wissenschaftliche und bildungspolitische Diskussionen und Entwicklungen sowie herausragende Projekte und entwickelt Visionen vom Lernen in der Zukunft.

Perspektive: Bildung - Ein Projekt von bildungsklick.de in Kooperation mit Cornelsen

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