Auslandserfahrung fördert Karrierechancen

Industrie und Handwerk wollen, dass mehr Auszubildende über Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen verfügen. Mit AFS können bereits Schüler entsprechende Qualifikationen erwerben. Ein Drittel der Teilnehmer wird dabei mit einem Stipendium unterstützt.

07.07.2009 Pressemeldung AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.

Nahezu alle Wirtschaftsbereiche sind mittlerweile global vernetzt. Auslandserfahrung und interkulturelle Kompetenz gewinnen deshalb in vielen Berufen immer mehr an Bedeutung. Doch nur wenige Auszubildende verfügen über entsprechende Qualifikationen. Industrie- und Handwerksorganisationen haben die Notwendigkeit entsprechender Erfahrungen erkannt und gemeinsam mit dem Bundesarbeitsministerium eine Initiative ins Leben gerufen, um mehr Auszubildende und Berufsanfänger ins Ausland zu schicken.

Maria Quapil ist ein hervorragendes Beispiel für die beruflichen Vorteile eines Auslandsaufenthalts. Die examinierte Krankenschwester verbrachte nach ihrem Realschulabschluss ein Jahr in Brasilien und war die Einzige ihres Jahrgangs, die sich längere Zeit im Ausland aufhielt. Heute ist sie an ihrem Arbeitsplatz in einem Aschaffenburger Krankenhaus eine der wenigen portugiesisch sprechenden Mitarbeiterinnen und damit unverzichtbare Übersetzerin und Vermittlerin bei Patientengesprächen.

Schüler aller Schulformen können sich für ihren späteren Beruf bereits jetzt wichtige Vorteile sichern und mit AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. ein Schuljahr in einem von rund 50 Ländern verbringen. Die Schüler leben in Gastfamilien und gehen vor Ort zur Schule. Sie lernen so nicht nur eine Fremdsprache, sondern erwerben auch wichtige interkulturelle Kompetenzen, die insbesondere in Zukunftsmärkten wie Asien und Osteuropa im späteren Berufsleben von essentieller Bedeutung sein können. Um möglichst vielen Jugendlichen die Chance auf ein Austauschjahr zu geben, unterstützt AFS ein Drittel seiner Teilnehmer mit Stipendien.

Bewerbungsschluss für die Ausreise im Sommer 2010 ist der 1. September für Osteuropa und Asien sowie der 15. Oktober für alle anderen Länder. Bewerber sollten bei der Ausreise zwischen 15 und 18 Jahren alt sein. Informationen und Bewerbungsunterlagen finden interessierte Schüler im Internet unter www.afs.de.

Für Bayern sowie für die Bundesländer im Osten Deutschlands (inklusive Berlin) bietet AFS auch ein Halbjahresprogramm an. Bewerbungsschluss ist ebenfalls der 15. Oktober. Weitere Informationen unter www.afs.de/kurzzeit. Informationen zum Schüleraustausch im Rahmen der Schulzeitverkürzung auf 12 Jahre stellen wir für Schüler, Eltern und Lehrer unter www.afs.de/schulzeitverkuerzung bereit.

Pressemeldung und Pressebilder: www.afs.de/content/view/1152/158/

Über AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.

Die deutsche Jugendaustauschorganisation arbeitet gemeinnützig und ist Träger der freien Jugendhilfe. Die Zentrale sowie ein Regionalbüro haben ihren Sitz in Hamburg; in Berlin, Wiesbaden und Stuttgart gibt es weitere Regionalbüros. Neben dem Schüleraustausch ermöglicht AFS die Teilnahme an Freiwilligendiensten im sozialen, kulturellen und ökologischen Bereich. Der Verein finanziert sich aus den Teilnahme- und Vereinsbeiträgen, durch Spenden, Stiftungsmittel und öffentliche Gelder. 2008 feierte AFS in Deutschland unter der Schirmherrschaft der Bundesfamilienministerin Dr. Ursula von der Leyen 60-jähriges Jubiläum.


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