"Bayerische Hauptschule wird eine der innovativsten Schulformen in Deutschland"

Als "Startschuss für die Weiterentwicklung der Bayerischen Hauptschule zu einer stark berufsvorbereitenden Schule" wertete Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider heute bei einer Pressekonferenz in München den Fachkongress in Ingolstadt. Zu diesem erwartet er am 4. und 5. Mai über 400 Lehrkräfte, Mitarbeiter der Schulaufsicht, Eltern, Schüler und Vertreter der Wirtschaft. Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber wird den Kongress in Ingolstadt am Samstag besuchen.

03.05.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Unsere Bayerische Hauptschule wird eine der innovativsten Schulformen in Deutschland", so Minister Schneider.

Der Personalvorstand der AUDI AG, Dr. Werner Widuckel sowie der Präsident der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern, Prof. DDr. Erich Greipl, und der Vizepräsident des Bayerischen Handwerkstags, Rupert Hutterer, werden ebenso ein Statement abgeben wie der Präsident des Bayerischen Gemeindetags, Dr. Uwe Brandl.

Bei dem Kongress werden in 10 Foren die Elemente der Hauptschulinitiative und ihre Umsetzung diskutiert. Ferner werden sich zehn Hauptschulen vorstellen, die neben vielen anderen Hauptschulen ihre Ideen bei der Erstellung der Konzeption eingebracht haben.

"Ich will die Hauptschüler stark machen für die Zukunft und dabei alle Talente erkennen und fördern", unterstrich Minister Schneider. Mit mehreren Maßnahmen sollen die Schülerinnen und Schüler bestmöglich individuell gefördert werden.

Ein Mittel dazu sei der bedarfsgerechte, flächendeckende Ausbau der gebundenen Ganztagsschule an Hauptschulen. Für den Endausbau der Ganztagsschulen an Hauptschulen rechnet Minister Schneider mit einem Bedarf von bis zu 1300 Lehrkräften sowie die dafür nötigen Mittel. Minister Schneider betonte: Die Entwicklung der Hauptschule geht über den Ausbau der Ganztagsschule hinaus. Dazu gehören u.a. folgende Elemente:

  • mehr Praktika und mehr Kooperationen mit Unternehmen und außerschulischen Partnern,
  • drei berufsfeldbezogene Profilbereiche,
  • ein berufsvorbereitendes Jahr in Kooperation - bvj (k) - an der Berufsschule, in dem die Schülerinnen und Schüler, die noch nicht ausbildungsreif eingestuft sind, an der Berufsschule und im Betrieb unterrichtet werden.
  • mehr Eigenständigkeit in der Gestaltung des Unterrichts und - in Abstimmung mit den Kommunen - der Organisation des Schulbetriebs für die Hauptschulen.
  • eine noch stärkere Ausrichtung der Schulen in der Gestaltung des Unterrichts auf die individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler. Dazu dient auch die Modularisierung des Unterrichts.

"Ich möchte, dass möglichst alle Schülerinnen und Schüler die Hauptschule mit der Ausbildungsreife verlassen und einen erfolgreichen Abschluss erwerben. Darüber hinaus sollen mehr Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, den Mittleren Bildungsabschluss an der Hauptschule zu erwerben", fasste Minister Schneider wichtige Zielsetzungen der Hauptschulinitiative zusammen.

Für Samstag, 05. Mai, um 13.30 Uhr wird im Audiforum in Ingolstadt im Konferenzraum BC02 im Gebäude A51 ein abschließendes Pressegespräch angeboten, an dem Kultusminister Siegfried Schneider eine Bilanz des Kongresses zieht.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden