Bayerischer Elternverband verstärkt sein Engagement für die Förderschule

Rechtzeitig vor der Landtagswahl hat der Bayerische Elternverband (BEV) für seinen Sachbereich Förderschule personellen Zuwachs bekommen und wird seine Aktivitäten auf diesem Gebiet erheblich verstärken.

30.04.2008 Bayern Pressemeldung Bayerischer Elternverband

Am 12. April trafen sich in Ingolstadt 35 Elternbeiräte von Förderschulen aus ganz Bayern, darunter Vertreter des BEV, des LEB (Landeselternbeirat der Schulen mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung), der "Löweneltern" aus Neumarkt und des Gemeinsamen Elternbeirats der Nürnberger Förderschulen. Das Ziel dieses Treffens war es, sich zu vernetzen und durch die Zusammenarbeit mit bereits bestehenden Verbänden den Einfluss der Förderschuleltern auf die Entwicklung an ihren Schulen auf eine deutlich breitere Basis zu stellen.

Ein solcher Zusammenschluss wurde für dringend nötig erachtet, da die bayerischen Förderschulen nach übereinstimmender Ansicht in den letzten Jahren von Bildungseinrichtungen zu Aufbewahrungsanstalten verkommen seien. Von der Politik vergessen, von keiner Lobby getragen und mit vielen Kindern aus sozial schwachen und bildungsfernen Familien, gibt es an den Schulen zu wenig Sonderschullehrer, Pflegekräfte und Sozialpädagogen. Bei erheblichem Unterrichtsausfall, zu großen Klassen und einer steigenden Zahl von verhaltensauffälligen Kindern kann von der vielzitierten individuellen Förderung eines jeden einzelnen Kindes keine Rede mehr sein.

Die Anwesenden beschlossen daher einen Zusammenschluss unter dem Dach des BEV, der mit seinen etwa 200.000 Mitgliedern auch die Anliegen der Förderschulen wirkungsvoll unterstützen kann. Die 12-köpfige "Arbeitsgruppe Förderschule im BEV" wird sich in regelmäßigen Abständen treffen. Deren Leitung wurde in die Hände von Henrike Paede aus Stadtbergen bei Augsburg gelegt, die der BEV-Landesvorstand zur Sachgebietsleiterin Förderschule bestellte. Robert Weißer-Reiter aus Unterneukirchen bei Altötting ist stellvertretender AG-Leiter.

Die engagierten Eltern haben sich die Werbung weiterer Mitglieder, das Erarbeiten von Positionspapieren, Eingaben an das Kultusministerium und an die Staatskanzlei sowie Stellungsnahmen zur Integration an den Regelschulen zum Ziel gesetzt. Ferner sollen verstärkt Politiker angesprochen werden, die Pressearbeit verbessert und am Image der Förderschulen gearbeitet werden. Der Verband, "Lernen fördern", hat bereits Interesse an seiner Mitwirkung signalisiert; mit weiteren Verbänden wird Kontakt gesucht.


Bei Fragen zu dieser Pressemitteilung wenden Sie sich bitte an Henrike Paede Tel. 0821 437196 E-Mail: henrike@paede.de


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