Bayern als Gastgeber einer KMK-Fachtagung zur Einführung und Umsetzung der Bildungsstandards
Das Bayerische Kultusministerium fungiert heute als Gastgeber einer Fachtagung der Kultusministerkonferenz zur Einführung und Umsetzung der Bildungsstandards der KMK für die Allgemeine Hochschulreife.
19.11.2012 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und KultusGastgeber Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle weist den Bildungsstandards, bei denen die Kompetenzorientierung im Mittelpunkt steht, neben den Inhalten im Bildungswesen einen hohen Stellenwert zu. Es gehe darum, die Fähigkeiten, die junge Menschen erwerben, entsprechend festzulegen und zu erreichen. Eine verstärkte individuelle Förderung sowie die weitere Verbesserung von Schule und Unterricht seien dabei von zentraler Bedeutung. Für Bayerns Kultusminister ermöglichen die gemeinsamen Bildungsstandards aller Länder "mehr Vergleichbarkeit in der Bildung". Zugleich verbessert ihre Umsetzung die Möglichkeit für Familien, von einem Bundesland in ein anderes umzuziehen, ohne dass dabei die Kinder und Jugendlichen in der Schule größere Probleme bewältigen müssen.
Für Bayern ergänzen die Bildungsstandards die Inhalte. Das machte bei der Eröffnung auch die Stellvertretende Amtschefin des Bayerischen Kultusministeriums Elfriede Ohrnberger deutlich: "Wir werden den Erfordernissen von Unterricht und Schule nur gerecht, wenn wir eine Balance zwischen Kompetenzen und Inhalten herstellen können, zwischen Bildungsstandards und Lehrplänen." "Eine reine Kompetenzorientierung ist für Schulen ohne den nötigen Inhalt nicht möglich", so die Ministerialdirigentin.
Zielsetzung der heutigen Fachtagung in München, an der Bildungsexperten und Verantwortliche aus den Schulverwaltungen aus den Ländern Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern teilnehmen, ist es:
- die bisherigen Erfahrungen bei der Implementation der Bildungsstandards der Primarstufe (also der Jahrgangsstufen 1-4) und der Sekundarstufe I (also der Jahrgangsstufen 5 bis 10) zu erörtern
- und daraus Schlussfolgerungen für die Einführung und Umsetzung der Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife zu ziehen.
Insgesamt sind vier ähnlich gestaltete Fachtagungen bis Frühjahr 2013 geplant. Als Hilfsmittel für die Umsetzung der Bildungsstandards wie auch zur Weiterentwicklung der Qualität von Schule und Unterricht dienen den Ländern auch die Ergebnisse der empirischen Bildungsforschung des Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) in Berlin. Die empirische Bildungsforschung dokumentiert, das machte Prof. Dr. Hans Anand Pant deutlich, wie weit die Bildungsstandards über Lehrplan, Unterricht und Fortbildung tatsächlich Ergebnisse bei den Schülerinnen und Schülern bewirken. Dazu müssten alle Beteiligten eng zusammenarbeiten, von den Kultusministerien und den Qualitätsagenturen über die Schulaufsicht zu den Lehrkräften in den Schulen.
Erst im Oktober hatte das IQB den ersten Ländervergleich zum Lesen und Mathematik in der Grundschule veröffentlicht, zwei Jahre zuvor hatte das IQB die Ergebnisse des Ländervergleichs hinsichtlich der Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe aller Schularten aller deutschen Länder in Deutsch und Englisch veröffentlicht.
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