Bayern sollte von Südtirol lernen

Zum heute veröffentlichten Ergebnis der Pisa-Studie 2006 empfiehlt der Bayerische Elternverband den Blick nach Südtirol. Das deutschsprachige Land hat ein inklusives Schulsystem, in dem alle Kinder - auch die Kinder und Jugendlichen, die in Bayern Förderschulen besuchen müssen - neun Jahre lang gemeinsam in einer Schule unterrichtet werden. Bei Pisa 2006 liegt Südtirol international an der Spitze, beim Lesen sogar noch vor Finnland auf dem ersten Platz und in allen drei untersuchten Bereichen - Naturwissenschaften, Mathematik und Lesen - weit vor Deutschland.

04.12.2007 Bayern Pressemeldung Bayerischer Elternverband

"Südtirol ist der beste Beweis dafür, dass eine Schule, die kein Kind ins Abseits stellt, hervorragende Leistungen bringt. Dafür war bisher immer Finnland das Beispiel, aber Südtirol ist noch besser", sagte Isabell Zacharias, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands (BEV).

Der Bayerische Elternverband fordert seit Jahren eine Gemeinschaftsschule, weil nur der gemeinsame Unterricht allen Kindern dieselben Bildungschancen bietet. Der in Deutschland immer noch skandalös starke Zusammenhang zwischen sozialer und ethnischer Herkunft und dem Schulerfolg kann nur durch eine veränderte Schulstruktur aufgebrochen werden. "Wir empfehlen den bayerischen Bildungspolitikern eine Reise nach Südtirol - kein weiter Weg, aber ein Riesenschritt über den bildungspolitischen Tellerrand."


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