Eigenverantwortung

Bayerns Kultusminister Spaenle will Eigenverantwortung der Schulen ausbauen

Bayern stärkt die Eigenverantwortung seiner Schulen. Dies betonte Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle unter Bezugnahme auf die heute vorgelegte Studie des Aktionsrats Bildung. "Wir wollen, dass die Schulfamilien vor Ort pädagogische Konzepte entwickeln und umsetzen, Qualitätsentwicklung und -sicherung sowie Personalentwicklung betreiben", fasste Kultusminister Spaenle die Ziele für die Schulen in Bayern zusammen.

17.03.2010 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

An Bayerns Schulen wurde bisher bereits eine Reihe von Maßnahmen zugelassen, um ihre Verantwortung für Schul- und Unterrichtsqualität zu stärken. So können die Schulen z.B. als Ergebnis des Schulversuchs "MODUS 21" die Stundentafel flexibel gestalten und die Form der Leistungserhebungen modifizieren.

Minister Spaenle machte aber klar: "Eigenverantwortete Schulen sind und werden keine autonomen Schulen." Das Kultusministerium werde die Schulen auf ihrem Weg und in ihrer pädagogischen Arbeit auch künftig begleiten. Die Schulaufsicht werde ihre Aufgabenschwerpunkte hin zu mehr Beratung und Mediation wandeln. Er ergänzte: "Mehr Eigenverantwortung der Schule vor Ort muss aber auch eng mit der Übernahme von Verantwortung für die Qualität von Schule und Unterricht einhergehen". Um diese zu prüfen und zu stärken diene in Bayern u. a. das Instrument der externen Evaluation. Minister Spaenle: "Externe Evaluation ist eine Voraussetzung dafür, den Schulen mehr Selbstverwaltung und Eigenständigkeit zu übertragen."

Einer wachsenden Eigenverantwortung können folgende Elemente dienen:

  • Formen der Direktbewerbung, die den Schulen Einfluss auf die Besetzung der Lehrerstellen sichern,

  • eine mittlere Führungsebene mit Personalverantwortung,

  • Personalkosten-Budgets und Sachmittelbudgets jeweils für die einzelne Schule.

Bei der Besetzung der Lehrerstellen wird der Freistaat allerdings sicherstellen müssen, dass der Auftrag, für gleichwertige Lebensbedingungen für die Menschen in ganz Bayern zu sorgen, eingehalten wird. Deshalb wird der Staat für Schulen in strukturschwachen Gebieten ebenso die Lehrkräfte zur Verfügung stellen wie für die in Ballungsgebieten.

Um ihrer anspruchsvollen Aufgabe gerecht werden zu können, sollen die Schulleitungen in Zukunft in Managementaufgaben geschult werden.

In einer Pilotphase will der Freistaat geeignete Maßnahmen für mehr Eigenverantwortung testen, bevor den bayerischen Schulen die entsprechenden Maßnahmen empfohlen werden. Ab dem Schuljahr 2010/2011 werden die Maßnahmen umgesetzt.


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