Saarland

Bertelsmann-Studie bestätigt saarländische Bildungspolitik

Bildungsstaatssekretärin Andrea Becker hat die Ergebnisse der Bertelsmann-Studie zu Schulformwechseln und zur Durchlässigkeit des Bildungssystems als "Bestätigung unserer Bildungspolitik" gewertet:

30.10.2012 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

"Die Zahlen der Bertelsmann-Studie sind keineswegs neu. Sie sind bereits zwei Jahre alt, bilden die neue saarländische Schullandschaft nicht ab und lassen nur begrenzte Schlussfolgerungen für das im Aufbau befindliche zweigliedrige Schulsystem mit Gymnasium und Gemeinschaftsschule zu." Die Ursachen für die hohe Anzahl von Schulformwechsel seien vielschichtig. Darin könne auch der hohe Leistungsdruck im achtjährigen Gymnasium zum Ausdruck kommen.

Das Bildungsministerium habe inzwischen mit dem Modellversuch "Fördern statt Sitzenbleiben" an Gymnasien und bei der Ausgestaltung des pädagogischen Konzepts der im Sommer gestarteten Gemeinschaftsschule gegengesteuert. "Entscheidend für den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler sind das pädagogische Konzept und die Umsetzung des Prinzips der individuellen Förderung. Die Schule muss sich an die Kinder anpassen und nicht umgekehrt." In dieser Auffassung bestätige die Bertelsmann-Studie die Bildungspolitik der neuen Landesregierung.

Die Staatssekretärin betont, es sei verfehlt, bei Schülerinnen und Schülern, die vom Gymnasium in andere Schulformen wechseln, von "Absteigern" zu reden. "Immerhin sind 70 Prozent der Abgänger vom Gymnasium zur Gesamtschule gewechselt, wo ihnen weiterhin die Möglichkeit zur Erlangung der allgemeinen Hochschulreife in neun Jahren offen steht." Insofern biete ein Schulformwechsel den betreffenden Schülern eine Chance. Mit der Einführung der Gemeinschaftsschule stehe allen Schülerinnen und Schülern eine gleichwertige Alternative zum achtjährigen Gymnasium zur Verfügung.

Die Bertelsmann-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass im Saarland so viele Schülerinnen und Schüler wie in keinem anderen Bundesland das Gymnasium verlassen. Die Aussagen beziehen sich auf das Schuljahr 2010/11. Insgesamt wechselten 3,3 Prozent aller Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I die Schulform und somit mehr als Bundesdurchschnitt (2,2 Prozent).

Positiv wird die hohe Abiturientenquote gewertet. Gemessen an der gleichaltrigen Wohnbevölkerung im Saarland haben 53,3 Prozent der Schüler ein Abitur erhalten, davon überdurchschnittliche 24,3 Prozent ein Fachabitur. Der Anteil der Abgänger ohne Hauptschulabschluss liegt bei unterdurchschnittlichen 5,4 Prozent.


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