Bildung ist MehrWert
Im Januar 2008 beginnt die Tarifrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen. Die Bildungsgewerkschaft GEW streitet vor allem um höhere Einkommen und um die Verhinderung einer Arbeitszeiterhöhung. Bis zur Einigung über ein neues Eingruppierungsrecht fordert die GEW die Wiedereinführung der Aufstiege und Vergütungsgruppenzulagen, so Landesvorstandssprecher Christian Gloede-Noweck. Die Forderung der Arbeitgeber nach einer Arbeitszeitverlängerung konterkariere sowohl die Arbeitsmarktsituation als auch insbesondere die Belastung der KollegInnen in den Bil-dungseinrichtungen.
13.12.2007 Bremen Pressemeldung GEW BremenMit ihrer niedrigen Eingruppierung ohne Aufstiegsmöglichkeiten sind insbesondere neu-eingestellte Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst deutlich schlechter gestellt. Daher gilt es, in der bevorstehenden Tarifrunde ein Eingruppierungsrecht durchzusetzen, dass ErzieherInnen und anderen Beschäftigten einen fairen Lohn sichert. "Wertschätzung von Arbeit muss endlich wieder auf dem Lohnstreifen sichtbar werden", so Gloede-Noweck. Nur gut bezahlte Profis für Bildung und Erziehung könnten den Karren aus dem Dreck ziehen. "Wir brauchen keinen gesellschaftlichen Diskurs über Managergehälter, sondern einen über den Wert von Erziehung und Bildung!"
Nach der letzten Lohnerhöhung 2003 gab es nur Einmalzahlungen, die nicht einmal den Reallohn sichern konnten. Arbeitsverdichtung, Arbeitszeitverlängerung und Personalab-bau hätten, flankiert von Billiglohnjobs und Ausgliederungen die Betriebe radikal verän-dert, so die Bildungsgewerkschaft. Dies gelte auch für Bildungseinrichtungen.
Daher startet die GEW am 14.12.2008 in Bremen eine Aktion mit Großflächenplakaten unter dem Motto: "Bildung ist MehrWert!" Weitere Informationen unter www.gew-hb.de
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