Bildungsforscher für stärkere PISA-Kontrolle
(bikl/ots) Für eine stärkere Kontrolle der Pisa-Studie macht sich der Essener Bildungsforscher Klaus Klemm stark. Klemm, der auch Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Pisa-Konsortiums ist, sagte dem Hamburger Magazin stern, Pisa sei ein "gigantisches Unternehmen", das im Grunde von niemandem kontrolliert werde.
16.11.2006 ArtikelDaher sei mehr Kontrolle unter den Wissenschaftlern notwendig. Klemm zum stern: "Wer fordert, dass sich unser Bildungssystem ständig überprüfen lässt, sollte sich auch selbst dieser Kontrolle stellen".
Die Vorwürfe des Münchner Physikers Joachim Wuttke, der Pisa 2003 für "unsauber gerechnet" hält, werden nach Angaben von Klemm noch überprüft. Doch selbst wenn es einzelne Programmierfehler gegeben haben sollte, ändere dies nichts am Gesamtergebnis. "Solche Fehlerwahrscheinlichkeiten wurden von vornherein in der Studie angegeben. Finnland und die Niederlande bleiben trotzdem besser als Deutschland", betonte Klemm gegenüber dem stern. Insgesamt sei er skeptisch, ob ein Außenseiter, der die Wissenschaftler von Kanada bis Australien kritisiert, fundamentale Fehler aufdecken könne.
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