Saarland

Bildungsminister Commerçon für Ausweitung des Ethik-Unterrichts

Im Saarland wird das Fach Ethik als Ersatzunterricht für den konfessionellen Religionsunterricht bislang ab der Klassenstufe 9 erteilt. Insgesamt nehmen in den Klassenstufen 9 und 10 der Gemeinschaftsschulen etwa 1.800 Schülerinnen und Schüler und in den Jahrgangsstufen 9 bis 12 der Gymnasien rd. 2.800 Schülerinnen und Schüler am Ethikunterricht teil. Bildungsminister Ulrich Commerçon hat heute in Saarbrücken mitgeteilt, dass der Ethikunterricht auch auf die unteren Klassenstufen ausgeweitet werden soll.

22.05.2014 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

"Wir verzeichnen in den letzten Jahren ein steigendes Interesse am Fach Ethik. Zugleich nimmt eine größer werdende Anzahl von Schülerinnen und Schülern nicht am Religionsunterricht teil und für einige Glaubensgemeinschaften wird kein Religionsunterricht angeboten. Vor diesem Hintergrund ist ein möglichst früh einsetzender weltanschaulicher Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler sinnvoll und wünschenswert. Eine frühe Werteerziehung leistet einen wichtigen Beitrag für die Persönlichkeitsentwicklung unserer jungen Menschen", so Bildungsminister Commerçon.

Ab dem Schuljahr 2015/2016 sollen die Gemeinschaftsschulen und die Gymnasien deshalb die Möglichkeit erhalten, das Fach Allgemeine Ethik als ordentliches Lehrfach schrittweise in allen Klassenstufen der Sekundarstufe I als Ersatzfach für den konfessionellen Religionsunterricht im Rahmen des schulischen Budgets einzuführen. Ab dem kommenden Schuljahr 2014/2015 wird eine Lehrplankommission eingesetzt, die für beide Schulformen eng aufeinander abgestimmte Lehrpläne entwickeln wird. Noch in diesem Schuljahr sollen erste Eckpunkte feststehen. Inhalte des Ethikunterrichtes könnten etwa Verhaltens-, Demokratie- und Friedenserziehung, Regeln des Zusammenlebens der Geschlechter, Ethnien und Generationen sowie religionskundliche Inhalte sein.

Parallel zur Erarbeitung der Lehrpläne werden in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien und der Landesfachkonferenz Philosophie und Ethik Fortbildungsangebote für Lehrkräfte erarbeitet.

"Ich bin zuversichtlich, dass wir damit wichtige Schritte gehen, um für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die nicht am konfessionellen Religionsunterricht teilnehmen, ein gutes Unterrichtsangebot im Fach Allgemeine Ethik verwirklichen zu können", so der Minister abschließend.


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