Schleswig-Holstein

Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug: "G8/G9 - Schleswig-Holstein ist mit seinem Wahlangebot an der Spitze der bundesweiten Bewegung"

"Heute werden die Bedenkenträger und Kritiker eindrucksvoll widerlegt: Unaufgeregt und professionell nutzen die Gymnasien die Möglichkeiten, die ihnen das neue Schulgesetz gibt." Das sagte heute (17. August) Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug zur Einschulung der neuen Gymnasiasten, die erstmals zwischen dem achtjährigen gymnasialen Bildungsgang (G8) und dem neunjährigen (G9) wählen können. Der Minister begrüßte auf der Einschulungsfeier am Thor-Heyerdahl-Gymnasium in Kiel mit der Schulleitung die neuen Schülerinnen und Schüler.

17.08.2011 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Er betonte, mit der Wahloption an den Gymnasien stehe Schleswig-Holstein bundesweit an der Spitze einer Bewegung, die auch andere Bundesländer immer mehr überzeuge.

Als erstes Bundesland habe Schleswig-Holstein die Konsequenzen aus der übereilten Einführung der verkürzten Gymnasialzeit gezogen. "Es ist die Rolle vorwärts, keine Rolle rückwärts", sagte Klug.

Im Übrigen widerlegten fünf Schulleiterinnen und Schulleiter im Land durch ruhiges Arbeiten an ihren Schulen die Skeptiker, die das gemeinsame Angebot von G8 und G9 an einer Schule für organisatorisch nicht machbar hielten. "Sogar meine eigenen Erwartungen wurden übertroffen. Heute bieten 15 Gymnasien G9 an, weil Eltern, Schulleiter und Schüler dies wünschen", betonte der Bildungsminister. An diesen Schulen gebe es zudem eine deutliche Mehrheit der sechsten Jahrgänge, die zurück zu G9 wollten.

Wie notwendig die Wahlmöglichkeit sei, zeige die Erfahrung mit den ersten G8-Jahrgängen, sagte Klug. Das Risiko, frühzeitig am Gymnasium zu scheitern, habe sich für Schülerinnen und Schüler mit Einführung von G8 im Jahr 2008 sprunghaft erhöht. "Jetzt verlassen 8,4 Prozent der Schülerinnen und Schüler das Gymnasium nach der Orientierungsstufe wieder. Im neunjährigen Bildungsgang waren es nur 2,7 Prozent", betonte der Minister. Mit dem neuen Schulgesetz seien die notwendigen Konsequenzen aus dieser Entwicklung gezogen worden. Dazu gehörten auch Verbesserungen im achtjährigen Bildungsgang, wie die Einführung von Intensivierungsstunden, das Erarbeiten von Fachanforderungen sowie Entlastungen bei Klassenarbeiten. "Unser Signal an Eltern und Schülerinnen und Schüler lautet: Eure Belange sind uns wichtig und wir unterstützen Euch", betonte der Bildungsminister.

Zum Thema Unterrichtsversorgung betonte Klug, das Schüler-Lehrer-Verhältnis in Schleswig-Holstein sei stabil. "Im vergangenen Schuljahr standen im Verhältnis zur Schülerzahl so viele Lehrerstellen wie noch nie zur Verfügung. (400.600 Schülerinnen und Schüler und 23.123 Lehrkräfte)". Im neuen Schuljahr stünden 22.817 Lehrkräfte 394.857 Schülerinnen und Schülern gegenüber. "Wir bauen im moderaten Umfang Stellen ab und leisten unseren Beitrag zum Konsolidierungskurs", sagte Klug weiter. Das sei auch vertretbar, "weil wir in den vergangenen fünf Jahren eine sechsprozentige Steigerung der Lehrerstellen hatten und gleichzeitig die Schülerzahl um 3,9 Prozent zurückging". Wenn in diesem Schuljahr 300 Stellen aus dem System genommen würden, entspräche das einer Kürzung um 1,3 Prozent. Gleichzeitig sinke auch die Schülerzahl um weitere 1,4 Prozent. "Das heißt: Die Unterrichtsversorgung verschlechtert sich nicht, wenn wir diesen notwendigen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung leisten."


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