Bayern:

Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle für eine flexiblere Lernzeit für junge Menschen am Gymnasium

25.03.2014 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Die einzelne Schülerin und den einzelnen Schüler müssen wir im Blick haben", betonte Bayerns Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle. Er machte in seiner Reaktion auf die heutige Äußerung der Grünen-Landtagsfraktion zu einer Weiterentwicklung des Gymnasiums deutlich, dass Bayern dabei zu den Trendsettern gehöre. Schließlich habe Bayern mit seinen Überlegungen zur individuellen Lernzeit hier eine sinnvolle Antwort auf die wachsende Heterogenität der Schülerinnen und Schüler gegeben. "Eine starre Festlegung auf acht oder neun Jahre für alle Schülerinnen und Schüler am Gymnasium ist überholt. Sie nimmt zu wenig Rücksicht auf die Wirklichkeit des einzelnen jungen Menschen heute", ergänzte der Minister und verwies in diesem Zusammenhang auf die Initiative zur individuellen Förderung der Schüler in Bayern bis hin zum Flexibilisierungsjahr.

Die Schülerschaft an den Gymnasien ist nicht nur in Bayern in den jüngsten Jahren immer heterogener geworden. "Entsprechend individuell müssen die Lösungsansätze der Bildungspolitik ausfallen, damit junge Menschen das von ihnen avisierte Ziel erreichen können", sagte Minister Spaenle. Deshalb hatte Bayern z.B. seinen Schülerinnen und Schülern ab diesem Schuljahr neue Fördermöglichkeiten bis hin zu einem Flexibilisierungsjahr eröffnet: Schülerinnen und Schüler, die mehr als acht Jahre Zeit am Gymnasium benötigen, können dieses nun in Bayern auch in neun Jahren durchlaufen, wenn sie dies wünschen. Bayern sei aber hinsichtlich einer qualitätsorientierten Weiterentwicklung des Gymnasiums, die auch die wachsende Heterogenität der Schülerinnen und Schüler berücksichtige, gesprächsbereit, wie Ministerpräsident Horst Seehofer und Bildungsminister Spaenle mehrfach betont haben. Die bisher bekannten Vorstöße zur Weiterentwicklung des Gymnasiums von Fraktionen des Bayerischen Landtags, nämlich von SPD, Grünen und Freien Wählern, würden den Anforderungen der Schulen nicht gerecht bzw. die Anerkennung des Abiturs gefährden.


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