Bildungsministerin Erdsiek-Rave eröffnet Schulkulturwoche in Flensburg

An der Flensburger Integrierten Gesamtschule (IGS) ist der Unterricht in dieser Woche Nebensache. Hauptsache ist für fünf Tage die Kultur. 350 Schülerinnen und Schüler treffen sich dort zur Schulkulturwoche, die Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (21. Mai) eröffnete. "Kunst ist im schulischen Alltag viel mehr als eine Verschnaufpause vom kognitiven Lernen: Sie ist die notwendige Ergänzung, sie ist unverzichtbar für eine ganzheitliche Persönlichkeitsbildung", betonte die Ministerin. Kreativität von Kindern und Jugendlichen zu fördern, bedeute auch, sie besser vorzubereiten auf die komplexen Aufgaben in der Gesellschaft. "Kreativität ist mindestens so wichtig wie die reine Wissensvermittlung." Dieses Anliegen finde in den Schulkulturwochen, die in diesem Jahr zum fünften Mal stattfinden, seinen lebendigen Ausdruck.

21.05.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Die jungen Künstlerinnen und Künstler kommen aus allen Landesteilen und sie vertreten alle wesentlichen Kunstrichtungen: zehn Gruppen führen Theaterstücke vor, zehn Bands und Chöre musizieren, aus neun Schulen sind bildende Künstlerinnen und Künstler vertreten und fünf Schülerinnen stellen ihre literarischen Werke vor. "Alle Produktionen sind von herausragender Qualität", lobte die Ministerin. Die Schülerinnen und Schüler haben während der Schulkulturwoche Gelegenheit sich in Workshops untereinander auszutauschen und sich Rat zu holen bei Profis, denn es werden Künstler, Musiker, Schauspieler, Theaterpädagogen und Schriftsteller zu Gast sein.

Die Schulkulturwoche (SKW) knüpft an die Tradition der Schultheaterwochen an (in Itzehoe und auf dem Scheersberg). 1998 fand die erste SKW in Bad Oldesloe statt. Ziel war es, die unterschiedlichen Künste zusammenzubringen und fächerübergreifende Aspekte zu betonen. Seitdem findet die SKW alle zwei Jahre in einer anderen Stadt, an einer anderen Schule im Land statt. "Die Schulkulturwoche hat sich zu einem Forum für die Künste an Schulen entwickelt", sagte Ute Erdsiek-Rave. Besonders erfreulich sei dabei, dass alle Schularten und alle Altersgruppen vertreten seien, von der Förderschule bis zu Beruflichen Schule. In diesem Jahr sei außerdem erstmals ein Gast aus Dänemark, die Deutsche Schule Apenrade dabei.


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