Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave im Landtag: Genehmigungsverfahren für Regional- und Gemeinschaftsschulen läuft auf Hochtouren

Bis Ende Januar des kommenden Jahres soll feststehen, welche Regional- und Gemeinschaftsschulen zum Schuljahr 2008/09 in Schleswig-Holstein an den Start gehen können. "Das Genehmigungsverfahren im Bildungsministerium läuft derzeit auf Hochtouren. Die Bescheide werden mit sehr großer Sorgfalt vorbereitet. Darauf haben alle Beteiligten, die viel Vorarbeit investiert und sich im Abstimmungsprozess langfristig auf eine Schulart festgelegt haben, ein Anrecht", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (12. Dezember) im Landtag. Deshalb wäre es alles andere als seriös, bereits knapp zwei Wochen nach Ablauf der Antragsfrist Endgültiges zu Genehmigungen und Ablehnungen zu verkünden. Dem Bildungsministerium liegen insgesamt 95 Anträge für die Errichtung einer Regionalschule oder einer Gemeinschaftsschule vor.

12.12.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

"Wir wollen jede neue Schule erfolgreich auf den Weg bringen, sei es eine Gemeinschaftsschule oder eine Regionalschule", sagte die Ministerin. "Es wird deutlich: Längeres gemeinsames Lernen findet Anklang und wird auch eingefordert." Die hohe Gesamtzahl der Anträge zeige, dass die Verantwortlichen vor Ort - häufig über Parteigrenzen hinweg - die Möglichkeiten des neuen Schulgesetzes annehmen und die neue Schullandschaft aktiv mitgestalten wollen. "Dafür möchte ich mich bei all den Kommunalpolitikern, bei den Lehrern, Schülern und Eltern bedanken, die sich so intensiv um die Zukunft ihrer Schulen kümmern." Darin werde auch ein Trend sichtbar, den die großen Bildungsstudien PISA und IGLU ergeben haben: Die Wertschätzung von Bildung mit ihrer sozialen und ökonomischen Bedeutung in unserer Gesellschaft hat enorm zugenommen.

Im Zuge des Genehmigungsverfahrens würden die pädagogischen Konzepte genau geprüft. In Abstimmung mit den Kreisen werde zudem geklärt, ob auch langfristig genügend Schülerinnen und Schüler am jeweiligen Standort zu erwarten sind. Wo noch keine kreisweite Schulentwicklungsplanung vorliege, werde eine Stellungnahme des Kreises eingeholt.

Darüber hinaus riet Erdsiek-Rave dringend davon ab, bereits erteilte Genehmigungen später wieder aufheben lassen zu wollen. "Das würde bedeuten, einen weit vorangeschrittenen Prozess mit vielen Beteiligten kurz vor dem Ziel umzudrehen und mit dem Engagement und Vertrauen von Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern und Eltern zu spielen. Sie sind aber die Basis für den späteren Erfolg der neuen Schulen." Auch vor diesem Hintergrund könne sie jeder Kommune nur empfehlen, bei der Schulentwicklungsplanung die Eltern von Anfang an mit einzubeziehen, sie aufzuklären und zu informieren und sie möglicherweise auch zu befragen.


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