Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave im Landtag: Land wird Dänischunterricht an Schulen weiterhin unterstützen

Der Dänischunterricht an Schleswig-Holsteins Schulen soll bei Bedarf ausgebaut werden. "Ich halte es für sinnvoll, dass mehr deutsche Kinder und Erwachsene Dänisch lernen. Und deshalb sind wir - wie bisher - gerne bereit, mehr Lehrkräfte für den Dänischunterricht einzustellen, wenn der Bedarf vorhanden ist", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (12. Juli) im schleswig-holsteinischen Landtag. Gerade in der Grenzregion sei es wichtig, dass sich beide Seiten permanent um Verständigung und Austausch bemühten, auch aus wirtschaftlichen Interessen. "Das Zusammenleben und -arbeiten über Grenzen hinweg ist auf diese Gegenseitigkeit angewiesen."

12.07.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Allein der Umbau der Schullandschaft im Zuge des neuen Schulgesetzes werde dem Dänischunterricht voraussichtlich einen Schub geben. "Anders als die bestehenden Hauptschulen sehen sowohl Regional- als auch Gemeinschaftsschulen ab Jahrgangsstufe 7 eine zweite Fremdsprache als Wahlpflichtfach vor. Wir erwarten, dass sich dadurch auch die Nachfrage nach Dänisch erhöhen wird", sagte die Bildungsministerin. Erste Erkenntnisse über die genauen Auswirkungen auf den Dänischunterricht würden im Schuljahr 2010/11 vorliegen.

Ein Aktionsplan für mehr Dänischunterricht sei vor diesem Hintergrund nicht notwendig. "Es gilt das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Wir wollen keine Unterrichtsangebote aufstocken ohne sicherzustellen, dass sie auch genutzt werden", sagte Erdsiek-Rave. Wichtiger sei es, das Interesse für Dänemark und die dänische Sprache bei Schülerinnen und Schülern und Erwachsenen stärker zu wecken. Zudem halte sie zunächst eine Bestandsaufnahme als Basis zur Weiterentwicklung des Dänischunterrichts in Schleswig-Holstein für sinnvoll.


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