Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave im Landtag: "Religionsunterricht in Schleswig-Holstein ist ein wesentlicher Faktor der Werteerziehung"

Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave bescheinigte heute (22. November) im Landtag dem Religionsunterricht in Schleswig-Holsteins Schulen "gute Perspektiven für die Weiterentwicklung". So sei die Zahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler stabil, es stünden ausreichend Fachlehrkräfte zur Verfügung und mit der Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe könne Religion häufiger als bisher zum Prüfungsfach werden. Auch biete die Zuordnung des Faches zum gesellschaftswissenschaftlichen Bereich neue Chancen für die Verknüpfung der Inhalte mit anderen Fächern wie Geschichte oder Wirtschaft/Politik. Erdsiek-Rave hob weiter hervor: "Religion ist das einzige Fach, für das wir freiwillig Mindeststundenzahlen angesetzt haben."

22.11.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Grundgesetz und Staatskirchenvertrag mit der Nordelbischen Kirche böten stabile Fundamente für den Unterricht in der Schule. Nach Auskunft der Ministerin sollen analoge Regelungen auch in einen eigenen Staatskirchenvertrag mit der katholischen Kirche aufgenommen werden. "Auch im 21. Jahrhundert hat das Fach Religion seinen festen Platz an unseren Schulen", betonte die Ministerin. Kultur und Sprache seien ohne Kenntnisse der religiösen Grundlagen nicht verständlich, noch wichtiger sei aber der unverzichtbare Anteil des Religionsunterrichts an der Werteerziehung in den Schulen.

"Eine Sonderrolle nimmt der in diesem Schuljahr neu eingeführte Islamunterricht für ausgewählte Grundschulen ein", erläuterte die Ministerin. Es handele sich dabei um ein gesondertes Unterrichtsangebot, das gut angenommen werde. Eine genauere Auswertung könne aber erst am Ende des Schuljahres vorgenommen werden.


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