Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave im Landtag: Schule und Jugendhilfe arbeiten in Schleswig-Holstein erfolgreich zusammen

Die intensive Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe ist bereits an vielen Orten in Schleswig-Holstein gelebte Praxis. "Das ist eine wichtige Voraussetzung, um Lernerfolge und Chancengleichheit für alle zu sichern", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (27. Februar) im Landtag. Das Schulgesetz sehe die Kooperation mit der Jugendhilfe, Jugendverbänden sowie mit anderen Institutionen im sozialen Umfeld von Kindern ausdrücklich vor. Eine zusätzliche gesetzliche Regelung sei nicht erforderlich. Schließlich müsse die Zusammenarbeit vor Ort entstehen und wachsen: bedarfsgerecht, aufbauend auf den vorhandenen Strukturen. "Das kann nicht verordnet werden."

28.02.2008 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Die Ministerin betonte, dass das Land solche Kooperationen im Rahmen der Ganztagsangebote bereits jetzt finanziell fördere. "Damit Ganztagsschulen genehmigt werden können, ist das Einvernehmen mit dem örtlichen Träger der Jugendhilfe unbedingte Voraussetzung", sagte sie. Projekte der Jugendhilfe, insbesondere in der außerschulischen Jugendarbeit, seien eine sinnvolle Ergänzung des Unterrichts. So gebe es bereits Jugendzentren, die direkt an Schulen angebunden seien. In Norderstedt zum Beispiel habe das Jugendzentrum tageweise auch zur Schulzeit geöffnet, so dass Schülerinnen und Schüler hier ihre Pausen verbringen, Hausaufgaben erledigen oder Freistunden überbrücken könnten. Zudem stünden Schulsozialarbeiter für Gespräche mit Schülerinnen und Schülern, mit Eltern und Lehrkräften zur Verfügung.

Es gelte, die Schulträger in der Durchführung solcher Projekte zu bestärken. "Wir brauchen in diesem Bereich kein Plus an Vorgaben, sondern ein Plus an Ermutigung", sagte Erdsiek-Rave. Dazu trage von Seiten des Landes unter anderem die Beratung durch die "Serviceagentur Ganztägig lernen" bei.


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