Schleswig-Holstein

Bildungsministerin Wende: "Die erste Bildungskonferenz war ein gelungener Auftakt zum weiteren Dialog mit den Bildungsbeteiligten"

Die Toni-Jensen-Schule in Kiel war heute (8. September) Schauplatz der ersten Bildungskonferenz Schleswig-Holsteins. 130 Gäste hatten die Einladung des Bildungsministeriums angenommen, ihre Ideen, Anregungen und Vorschläge für die zukünftige Bildungspolitik in Schleswig-Holstein einzubringen. "Die große Resonanz, die diese Veranstaltung bereits im Vorfeld erzeugt hat, zeigt mir, dass ein großes Interesse an Bildungsfragen besteht. Das ist gut so, denn Bildung ist die zentrale Stellschraube, die darüber entscheidet, wie die Welt von Morgen aussieht", sagte Bildungsministerin Prof. Dr. Waltraud ´Wara` Wende zur Eröffnung.

10.09.2012 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

"Weil wir alle möglichst viel Bildung für möglichst viele Menschen wollen, müssen wir uns fragen: ´Wie müssen Schulen aussehen, damit alle Kinder - unabhängig von ihrer Herkunft - eine faire Chance haben, ihre kognitiven, sozialen und kreativen Kompetenzen zu entfalten", sagte Wende. Sie forderte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf, sich konstruktiv an der Diskussion zu beteiligen und warb für einen offenen Dialog. "Wir wollen Visionen für die Zukunft entwickeln und dabei fragen, wie die Qualität unserer Bildungsofferten optimiert werden kann."

Wende wies darauf hin, dass die von der Landesregierung jetzt beschlossenen Haushaltseckwerte einen "bildungspolitischen Kurswechsel zugunsten der Schülerinnen und Schüler" markierten. "Nach der Planung der vorherigen Landesregierung hätten in den Jahren 2013 bis 2017 insgesamt 1.763 Lehrerstellen abgebaut werden sollen. Wir dagegen werden nicht nur 752 Planstellen mehr im System lassen, sondern zudem noch 13,2 Millionen Euro investieren - was einem Gegenwert von 264 Stellen entspricht - für unterrichtsbegleitende Projekte wie zum Beispiel Schulsozialarbeit und den Ausbau von Ganztagsschulen."

Damit habe die Landesregierung einen Rahmen geschaffen, der gemeinsam nun gestaltet werden sollte: "Wir möchten mit den Betroffenen bildungspolitischer Entscheidungen ins Gespräch kommen, möchten die Möglichkeit geben, Entscheidungsprozesse mitzugestalten", sagte Wende und betonte zugleich, dass diese Konferenz als Auftaktveranstaltung für weitere Dialogformen zum Einzelthemen wie zum Beispiel Inklusion, Schulartempfehlung oder Förderung von Begabungen gedacht sei.

"Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus diesem Dialog sollen einfließen in die Schulgesetzänderung, die zum Schuljahr 2014/15 dann in Kraft treten kann", sagte Wende. "Wir haben bereits vor Wochen die zeitlichen Eckdaten der Gesetzesänderung nach hinten verschoben, weil wir nämlich den Dialog ernst nehmen und weil Gründlichkeit vor Schnelligkeit geht", betonte die Ministerin.

Zur ersten Bildungskonferenz Schleswig-Holsteins hatte das Bildungsministerium Vertreterinnen und Vertretern aus der Eltern- und der Schülerschaft sowie der Lehrer-Gewerkschaften und -Verbände und der Bildungspartner im Ganztagsbereich eingeladen sowie Repräsentanten der Kommunen, der Hochschulen und weiterer gesellschaftlicher Akteure aus Kirche, Wirtschaft und Politik. Rund 130 Gäste waren daraufhin in die Kieler Toni-Jensen-Schule gekommen.

Auf der Tagesordnung der Konferenz standen vier Themenkomplexe: Unter der Überschrift "Gute Basis" sollte es um Themen rund um die Grundschulbildung gehen. Im zweiten Workshop stand die Ausbildung der Lehrkräfte auf dem Programm, im dritten das Thema "Lebensraum Schule" mit den Aspekten Entlastung von Lehrkräften oder die Gestaltung von Ganztagsschulen. Unter dem Titel "Schulen und Lehrkräfte der Zukunft" konnten Themen wie Inklusion, Durchlässigkeit in Schule und Übergang von Schule in den Beruf diskutiert werden.

Nach der offiziellen Begrüßung durch Ministerin Wende teilten sich die Gäste auf diese vier Workshops auf. Unter der Anleitung von Moderatoren und unterteilt auf Kleingruppen zwischen acht und zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmern fand dann ein intensiver Austausch statt. Die Ergebnisse aus den Kleingruppen wurden dokumentiert und werden auch im Internet veröffentlicht. Dort wurde bereits in der Woche vor der Bildungskonferenz unter der Adresse www.bildung.schleswig-holstein.de oder www.mbw.schleswig-holstein.de ein Forum eingerichtet, das noch bis 23. September geöffnet ist.


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