Schleswig-Holstein

Bildungsministerin Wende: "G8/G9-Befragung räumt mit Vorurteilen auf und bringt neue Erkenntnisse"

"Schleswig-Holsteins G8-Schülerinnen und Schüler sind mit ihrem Schulalltag genauso zufrieden oder unzufrieden wie die G9er mit ihrem", sagte heute (10. Oktober) Bildungsministerin Prof. Dr. Waltraud ´Wara` Wende und hob hervor, dass eine Befragung von 2442 Schülerinnen und Schülern an 16 Schulen des Landes "mit Vorurteilen aufräumt und neue Erkenntnisse bringt."

10.10.2013 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Das Freizeitverhalten der jungen Menschen leide unter der Verkürzung weit weniger als oft behauptet und in Diskussionen vorgetragen werde: Mit 60,9 Prozent ist demnach die G8-Schülerschaft sogar häufiger in Sportvereinen aktiv als die G9-Schülerinnen und Schüler (54,8 Prozent); beim Sport jenseits von Vereinsaktivitäten gleichen sich die Quoten bei etwa 75 Prozent an. Nahe beieinander liegen die G8- und G9-Schülerinnen und Schüler auch, wenn es ums Musikmachen geht: 27,1 Prozent der G9-er und 26,3 Prozent der G8er greifen zu einem Musikinstrument.

Auffällig findet die Ministerin die Tatsache, dass etwa zwei Drittel aller Befragten angeben, der Schulalltag wirke sich negativ auf ihr Wohlbefinden aus. "Schule muss mehr auch sozialer Lebensraum sein", sagte Wende und hob hervor, permanenter Leistungsdruck und Wettbewerb machten krank. "Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, und Leistung ist auch nichts Schlechtes. Aber wenn eine Gesellschaft und ihre Institutionen in erster Linie vom Leistungs- und Wettbewerbsgedanken geprägt sind, läuft etwas schief", sagte die Bildungsministerin und betonte, man müsse "auch andere Qualitäten stark machen, zum Beispiel das Sich-Gegenseitig-Helfen und -Unterstützen".

"Seit fünf Jahren gibt es G8 in Schleswig-Holstein, und viele Schulen haben die Chance genutzt, gute Schule mit einem neuen Ansatz zu machen", betonte die Ministerin und sagte zu, dass das Bildungsministerium in Zusammenarbeit mit den Schulen auch weiterhin sehr aktiv daran arbeiten werde, G8 immer besser zu machen. "Viele Gymnasien haben Tolles auf den Weg gebracht, von dem andere profitieren können: Wir helfen dabei, dass alle von den guten Beispielen erfahren. Abgucken ist in diesem Falle etwas sehr Gutes. Denn Schule ist immer nur so gut wie die Menschen, die sie machen."


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