Schleswig-Holstein

Bildungsministerin Wende in regionalen Fachgesprächen: "Wir wollen Perspektiven für die zukünftige Gestaltung des Themas Inklusion entwickeln"

"Wie kann die Inklusion an den schleswig-holsteinischen Schulen weiterentwickelt werden?" Diese Frage steht im Mittelpunkt zahlreicher Gespräche, zu denen Bildungsministerin Prof. Dr. Waltraud ´Wara` Wende in den kommenden Wochen eingeladen hat.

17.02.2014 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Den Anfang machen vier regionale Fachgespräche in Rendsburg (14. Februar), Preetz (17. Februar), Neumünster (24. Februar) und Elmshorn (28. Februar). "Wir holen uns die Expertise vor allem von den Schulleiterinnen und Schulleitern. Wir fragen sie nach ihren Erfahrungen bei der inklusiven Beschulung, wir wollen hören, wo die Belastungen liegen und welche Unterstützung nötig ist." Darauf aufbauend, so Ministerin Wende, werden neue Perspektiven für die zukünftige Gestaltung des Themas Inklusion entwickelt. Die Ergebnisse aller Gespräche werden in das für den Frühsommer geplante Inklusionskonzept des Landes Schleswig-Holstein einfließen. "Unser Ziel ist klar formuliert: Wir wollen, dass Inklusion ein Gewinn für alle Schülerinnen und Schüler - ob mit oder ohne Beeinträchtigung - sein kann."

In Schleswig-Holstein werden Kinder und Jugendliche, die behindert oder von Behinderung bedroht sind, in Regelschulen oder Förderzentren unterrichtet. So wurden von den 15.962 Kindern und Jugendlichen, die im Schuljahr 2012/13 einen sonderpädagogischen Förderbedarf hatten, 9.586 in den Regelschulen unterrichtet. Damit liegt die Quote der Schülerinnen und Schüler, die - gemessen an den 265.849 Schülerinnen und Schülern in den Jahrgängen 1 bis 10 - inklusiv beschult werden, bei 3,61 Prozent.

Ministerin Wende: "Wir haben Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Förderbedarfen und damit auch mit einem unterschiedlichem Bedarf an Unterstützung. Das sind die Herausforderungen, vor denen die Schulen und alle Akteure im Bereich der Inklusion stehen. " Deshalb sei es wichtig, das Thema auf breiter Basis zu diskutieren. Ein Anfang, so die Bildungsministerin, sei mit dem Bildungsdialog und dem Runden Tisch ´Inklusion` gemacht worden, jetzt folgten die regionalen Fachgespräche mit Schulleitungen, Schulräten, Schulträgern und weiteren Expertinnen und Experten. Ein weiterer Austausch mit Gewerkschaften und den Bildungspolitikerinnen und Bildungspolitikern sei vorgesehen. Wara Wende: "Ich hoffe auf wertvolle Impulse für die weitere Entwicklung von Inklusion in Schleswig-Holstein."


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