Bildungsministerin zeichnet Offene Ganztagsschulen als Referenzschulen aus

Eine neue Initiative soll den Ausbau der Offenen Ganztagsschulen in Schleswig-Holstein zusätzlich erleichtern. Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave hat heute (28. November) 26 Ganztagsschulen als Referenzschulen ausgezeichnet, die anderen Schulen Impulse zur Gestaltung ihres Ganztages geben sollen. "So können die Schulen gegenseitig von ihren Erfahrungen profitieren und ihre Ganztagskonzepte weiterentwickeln", sagte die Ministerin in Kiel. Dies mache deutlich: Das schleswig-holsteinische Schulsystem sei ein lernendes System mit dem ständigen Blick auf das, was für die Schülerinnen und Schülern am besten sei.

29.11.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Die Ministerin betonte, viele Fragen, die auf dem Weg zur Offenen Ganztagsschule auftauchen, stellten sich überall, etwa wie Vor- und Nachmittagsangebote optimal miteinander verknüpft werden können oder welche Kooperationspartner geeignet seien. "Die Referenzschulen haben sich entschlossen, ihre Ideen und Lösungen zu teilen und anderen Schulen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Ich danke Ihnen herzlich, dass sie diese wichtige Aufgabe übernehmen", sagte Erdsiek-Rave. "Denn die Nachfrage nach Ganztagsschulen steigt in Schleswig-Holstein ebenso kontinuierlich wie das Bedürfnis, bestehende Ganztagsschulen qualitativ weiterzuentwickeln, Strukturen zu verstetigen und mit anderen Angeboten vor Ort abzustimmen."

Mit 356 Offenen Ganztagsschulen sind inzwischen ein Drittel aller allgemein bildenden Schulen in Schleswig-Holstein Ganztagsschulen. Hinzu kommen 23 Gebundene Ganztagsschulen mit verpflichtenden Nachmittagsangeboten. Auch vor dem Hintergrund des Schulgesetzes mit den neuen Schularten Regional- und Gemeinschaftsschule wird sich ihre Zahl weiter erhöhen. Daher hat das Land seine Betriebskostenzuschüsse für Offene Ganztagsschulen in den Jahren 2009 bis 2011 auf insgesamt 19,8 Millionen Euro erhöht, mehr als doppelt so viel wie in der bisherigen Haushaltsplanung (9 Millionen Euro) vorgesehen. Zur Entwicklung neuer Gebundener Ganztagsschulen - insbesondere in sozialen Brennpunkten mit hohem Migrantenanteil an den Schulen - stehen ab 2009 zudem 50 zusätzliche Lehrerstellen zur Verfügung.

Die vielfältigen und unterschiedlichen Ansätze der Referenzschulen sind ein Spiegelbild der enormen Bandbereite der Ganztagsschulen in Schleswig-Holstein. In ihren pädagogischen Konzepten haben sie ganz unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt, mit denen die Schülerinnen und Schüler intellektuell, körperlich und seelisch gestärkt werden sollen. Auch die Kooperation mit außerschulischen Partnern gestaltet sich individuell, vom Sportverein über die Volkshochschule bis zum Kinderschutzbund.

Die Referenzschulen wurden durch das Ministerium für Bildung und Frauen, das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend und Senioren und die Serviceagentur "Ganztägig lernen" ausgewählt. Die Arbeit mit dem Referenzschulen wird durch das Programm des Bundes "Ganztägig lernen" finanziell gefördert. Die Serviceagentur koordiniert die Arbeit der Referenzschulen und begleitet das Netzwerk durch Öffentlichkeitsarbeit, Fortbildungen sowie bei Bedarf finanzielle und inhaltliche Unterstützung. Auch Schulen, die Kontakt suchen, können sich an die Serviceagentur wenden oder Informationen zu den Referenzschulen auf den Internetseiten www.sh.ganztaegig-lernen.de erhalten.


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