Bildungssenatorin Goetsch ehrt Jugend forscht Landessieger 2009
Für den 44. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich sechs junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hamburg qualifiziert. Die Sieger 2009 wurden am vergangenen Samstag in Anwesenheit von Schulsenatorin Christa Goetsch ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, der von der Airbus Deutschland GmbH ausgerichtet wurde, präsentierten 33 Schülerinnen und Schüler insgesamt 19 Forschungsarbeiten.
30.03.2009 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Gefährden Laserdrucker und Fotokopierer die Gesundheit, fragten sich Sven Weller (19) vom Walddörfer-Gymnasium und Anja Stelting (18) von der Gesamtschule Walddörfer. Mithilfe einer selbstkonstruierten Apparatur untersuchten die Jungforscher, ob durch den Druckvorgang gesundheitsschädliche Schwermetalle in die Umgebungsluft gelangen. Die beiden siegten im Fachgebiet Arbeitswelt.
Torben Heinsohn vom Albert-Schweitzer-Gymnasium konnte sich im Fachgebiet Biologie durchsetzen. Der 15-Jährige befasste sich mit der Wirksamkeit von Mundpflegekaugummis, die mit dem Zuckerersatzstoff Xylit gesüßt sind. Es gelang ihm nachzuweisen, dass sich durch Kaugummikauen die Anzahl des Bakteriums Streptococcus mutans im Mundraum tatsächlich verringern lässt. Diese Bakterienart gilt als Hauptverursacher von Karies. Mit seinem Projekt belegte der Schüler die karieshemmende Wirkung von Mundpflegekaugummis.
Meere gelten als natürliche CO2-Speicher. Tiefere Wasserschichten nehmen dabei mehr Kohlenstoffdioxid auf als oberflächennahe. Michelle (18) und Nadine (16) Jouy vom Gymnasium Heidberg wollten dieses Phänomen am Beispiel der Nordsee überprüfen. Bei einer Forschungsfahrt auf See stellten sie fest, dass zu diesem Zeitpunkt jedoch kaum Treibhausgase aus der Atmosphäre aufgenommen wurden. Dies führten die Landessiegerinnen im Fach Geo- und Raumwissenschaften auf stürmisches Wetter zurück, das die Schichtung des Wassers als Voraussetzung für die CO2-Speicherung anscheinend kurzfristig aufheben kann.
Mit einem "intelligenten Notfallblinker" überzeugte Kai Hufenbach (18) von der Wichern-Schule die Jury im Fach Technik. Sein Warnblinker für Motorräder reagiert auf Störungen und Ausfälle der Stromversorgung, indem er sich etwa bei einem Unfall automatisch einschaltet. Der Schüler entwickelte eigenständig die Steuerelektronik des Blinkers wie auch eine autonome Stromversorgung. Darüber hinaus gelang es ihm, den Platzbedarf der Elektronik so zu minimieren, dass sein System problemlos in ein Motorrad eingebaut werden kann.
Nach den Landeswettbewerben im März und April findet der 44. Bundeswettbewerb vom 21. bis 24. Mai 2009 in Osnabrück statt. Das Finale wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.
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