Bildungssenatorin zur Reform der Gymnasialen Oberstufe
Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig hat heute die Eckpunkte der geplanten Reform der Gymnasialen Oberstufe in Hamburg vorgestellt. Zielsetzung ist entspre-chend des Regierungsprogramms der 18. Legislaturperiode und im Einklang mit Schleswig-Holstein, eine Verbesserung des Bildungsniveaus und eine deutliche Erhö-hung des Anteils der Schulabgänger mit (Fach-) Abitur zu erreichen.
10.05.2006 Hamburg Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)Anlass der Reform sind die seit Jahren erkennbaren pädagogischen und strukturellen Prob-leme an den Gymnasialen Oberstufen der Gymnasien und Gesamtschulen sowie der Beruf-lichen Gymnasien. Ausgangspunkt für die Neugestaltung war der vor allem in Wirtschaft und Wissenschaft artikulierte notwendige Reformbedarf. Die Gestaltung der neuen Gymnasialen Oberstufe soll Antworten auf veränderte Herausforderungen der modernen Wissens- und Informationsgesellschaft für eine zeitgemäße und zukunftsfähige Bildung geben.
Ziele und geplante Maßnahmen der Reform:
Die Gymnasiale Oberstufe baut auf der Erziehungs- und Bildungsarbeit der Sekundarstufe I auf, vertieft und erweitert sie. Um die Qualität der allgemeinen Hochschulreife für die Zukunft zu sichern sowie den Übergang in Hochschule oder duale Ausbildung vorzubereiten, bedarf es einer Fortentwicklung der curricularen, methodischen und organisatorischen Strukturen.
Wesentliche Ziele der Reform sind:
- Sicherung vertiefter Allgemeinbildung
- Stärkung und Sicherung der Basiskompetenzen
- Stärkung der Fremdsprachen und Naturwissenschaften
- Verbesserung der Abschluss- und Anschlussfähigkeit
Für die Umstrukturierung der Gymnasialen Oberstufe an den allgemeinbildenden Schulen und Beruflichen Gymnasien sind folgende Eckpunkte in Hamburg geplant:
In Kooperation mit Schleswig-Holstein eine Umsetzung zum Schuljahr 2008/2009, geltend für die allgemeinbildenden Schulen und Beruflichen Gymnasien
- Einrichtung einer Profiloberstufe:
- drei pro Woche vierstündige Basiskompetenzfächer: Deutsch, Mathematik, Fremdsprache
- Wahl eines Fächerverbundes im Profilbereich bestehend aus:
- einem pro Woche vierstündigen Profil gebenden Fach
- begleitenden Unterrichtsfächern
- einem pro Woche zweistündigen Seminar
- weiteren Fächern des Pflicht- und Wahlbereichs
- Abiturprüfung
Die drei Aufgabenfelder entsprechend der Definition der Kultusministerkonferenz müssen berücksichtigt werden:
- drei schriftliche Abiturprüfungen in den Basiskompetenzfächern mit zentralen Aufgabenstellungen
- eine Abiturprüfung im Profilbereich mit dezentraler, profilbezogener Aufgabenstellung
- eine mündliche Prüfung
Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig:
„Wir fördern so eine vertiefte Allgemeinbildung und die Fähigkeit, wissenschaftlich und fächerverbindend zu arbeiten. Beides wird zur verbesserten Studierfähigkeit führen. Gleichzeitig wird dem Wunsch vieler Schulen und Eltern aus zahlreichen Gesprächsrunden der letzten Monate entsprochen, schulspezifische Profilbereiche zu entwickeln.
Ich freue mich, dass es gelungen ist, einen gemeinsamen Fahrplan mit Schleswig-Holstein abzustimmen: Damit ist diese Reform ein erster wichtiger Eckpunkt in der vertieften Zusammenarbeit der Bildungs- und Metropolregion Hamburg und Norddeutschland. “
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