bpv-Vorsitzender Max Schmidt zum angekündigten Verzicht auf das Büchergeld: "Schulpolitische Entscheidungen zukünftig besser vorher mit Betroffenen und Fachleuten abstimmen"
Der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes hat sich erfreut über Meldungen zur Abschaffung des Büchergeldes in Bayern geäußert: "Die Einführung des Büchergeldes war von Anfang an ein Fehler. Der bürokratische Aufwand für die Schulen und die Kommunen stand in keinem Verhältnis zum Nutzen dieser Abgabe. Ein rascher und verbindlicher Beschluss zu seiner Abschaffung wäre daher jetzt das Beste."
19.09.2007 Bayern Pressemeldung Bayerischer Philologenverband (bpv)Schmidt erinnerte daran, dass nach einer Umfrage seines Verbandes vor knapp zwei Jahren allein an den Gymnasien für das Einsammeln und Verwalten des Büchergeldes rund 14.000 Schulstunden geopfert werden mussten. Diese Stunden würden eigentlich für den Unterricht dringend benötigt. Zudem habe es an vielen Schulen Elternbeschwerden wegen datenschutzrechtlicher Bedenken gegeben, die auch vom bayerischen Datenschutzbeauftragten geteilt wurden.
Mit Blick auf weitere schul- und bildungspolitische Entscheidungen forderte Schmidt die Staatsregierung dringend dazu auf, zukünftig Betroffene und Fachleute im Vorfeld bereits besser einzubinden: "Entscheidungen allein vom grünen Verwaltungstisch aus darf es nicht mehr geben. Nur die frühzeitige Beteiligung erfahrener Praktiker und Fachleute kann sicherstellen, dass weitreichende Beschlüsse auch tatsächlich sachgerecht und praxistauglich sind."
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