Buddy-Programm jetzt landesweit

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert künftig noch stärker, dass Schülerinnen und Schüler Verantwortung für sich und andere übernehmen. Alle Gymnasien, Haupt- und Realschulen im Ganztag können sich ab sofort für das Buddy-Programm bewerben. Professorin Rita Süssmuth, die Vorstandspräsidentin des buddY E.V., und Schulministerin Barbara Sommer unterzeichneten einen entsprechenden Kooperationsvertrag. Rund 100 Schulen in Ostwestfalen-Lippe und Düsseldorf arbeiten bereits seit 1999 mit dem Buddy-Ansatz, der nun landesweit angeboten wird.

25.02.2010 Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Schülerinnen und Schüler können sich unter dem Motto "Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander lernen" als Buddys ("buddy"= englisch für "Kumpel") ausbilden lassen. Als Lern-Buddys sind sie Paten für jüngere Schüler, als Hausaufgaben-Buddys helfen sie bei der Hausaufgabenbetreuung, als Pausen-Buddys organisieren sie Sport in der Mittagspause.

Schulministerin Barbara Sommer: "Das Buddy-Programm hat sich bewährt. Wenn Schülerinnen und Schüler sich umeinander kümmern, verbessert sich das Klima an der ganzen Schule. Die Jugendlichen wiederholen Lernstoff und lernen, wie man fair miteinander umgeht. Ich freue mich, dass sich nun alle weiterführenden Ganztagsschulen bewerben können."

Prof. Dr. Rita Süssmuth, Vorstandspräsidentin buddY E.V.: "Das buddY-Programm ist eines der größten Programme für soziales Lernen in Deutschland. Die landesweite Ausschreibung als offizielles Schulprogramm ist ein wichtiger Schritt, um die Vorteile des buddY-Prinzips nun einer großen Zahl von Schulen zugänglich zu machen. Gerade für Ganztagsschulen und die individuelle Förderung ist die Einbeziehung von Schülern in die Schulgestaltung so wichtig."

Thomas Ellerbeck, Vorsitzender des Beirats der Vodafone Stiftung Deutschland: "Wir wollen Lehrer unterstützen, Sozialkompetenz und Verantwortungsübernahme bei Schülern früh zu entwickeln und zu stärken. Das gemeinsame Lernen von Werten wie Rücksichtnahme und Verantwortung im Schulalltag stärkt unsere Demokratie und die Gesellschaft. Die positive Resonanz aus den Schulen – besonders der Schulen in NRW – bestärkt uns, das Programm auszuweiten."

Gabriele Pappai, Sprecherin der Geschäftsführung der Unfallkasse NRW: "Die Unfallkasse NRW setzt sich schon seit Jahren für die Entwicklung einer guten und gesunden Schule ein. Gute gesunde Schulen stärken das Wohlbefinden und die Gesundheit der Lehrenden und Lernenden, zeichnen sich durch eine gute Qualität des Lernens, des Unterrichtens und der Schulprozesse aus und führen zu guten Lern- und Arbeitsergebnissen der Beteiligten. Das buddY-Programm ist hervorragend geeignet, die bisherigen Angebote der Unfallkasse NRW für die Schulen zu ergänzen. Es fördert das soziale Lernen und kann zur Entwicklung eines guten Schulklimas wesentlich beitragen."

Das Buddy-Prinzip wird in den Schulen verankert, indem sich Lehrerinnen und Lehrer als Buddy-Coaches ausbilden lassen. An sechs über ein Schuljahr verteilten Tagen bereitet ein Buddy-Trainer sie in regional zusammengefassten Gruppen von mindestens acht Lehrkräften auf diese Aufgabe vor. Anschließend stehen sie ihren Schülerinnen und Schülern zur Seite, wenn diese einzelne Projekte wie eine Buddy-Lernpatenschaft oder ein Streitschlichter-Projekt ins Leben rufen. Die Jugendlichen betreuen die Projekte möglichst selbstständig. Ein Prozessmoderator des Buddy-Vereins begleitet die Lehrerfortbildung und steht später als Ansprechpartner bereit.

Die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und dem buddY E.V. läuft zunächst fünf Jahre bis Juli 2015. Die Kosten von 1,5 Millionen Euro trägt zum Großteil das Land, einen entscheidenden Beitrag leisten zudem die Vodafone Stiftung Deutschland mit 345.000 Euro und die Unfallkasse Nordrhein- Westfalen mit 290.000 Euro. Deutschlandweit beteiligen sich rund 800 Schulen am Buddy-Programm.

Weitere Informationen finden Sie unter www.buddy-ev.de.


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