Bayern

Bundeswehr kann in pluralen sicherheitspolitischen Dialog an Schulen eingebunden werden

Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und Generalmajor Gert Wessels, Befehlshaber im Wehrbereich IV, haben heute in München die weitere Zusammenarbeit zwischen Kultusministerium und Bundeswehr vereinbart und eine entsprechende Urkunde unterzeichnet. Mit dieser soll die Kooperation zwischen den einzelnen Schulen und Jugendoffizieren vor allem in sicherheitspolitischen Fragen auf eine neue Grundlage gestellt werden, und zwar sowohl im Unterricht wie auch im Rahmen von Lehrerfortbildungen.

08.06.2010 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Angesichts der globalen Welt soll es die Kooperation ermöglichen, dass Jugendliche sicherheitspolitische Fragestellungen etwa im Fach Sozialkunde intensiv führen können", so Minister Spaenle. "Dabei soll der Blick auf die Chancen und Risiken für die Sicherheit unseres Staates und unserer Gesellschaft sowie auf zentrale Instrumente unserer freiheitlichen Grundordnung gelenkt werden", erklärte Dr. Spaenle.

Themen könnten z.B. die Vermeidung von Konflikten und die möglichst friedliche Bewältigung von internationalen Krisen sein.

Jugendoffiziere der Bundeswehr können dazu von Schulen als Gesprächspartner für den pluralen Dialog eingeladen werden. Sie können darüber hinaus in die Aus- und Fortbildung von Referendarinnen und Referendaren und von Lehrkräften eingebunden werden. Außerdem kann die Bundeswehr Lehrerinnen und Lehrern sowie Vertretern der Schulaufsicht ihrerseits Besuche in ihren Einrichtungen und Seminare zur Sicherheitspolitik ermöglichen.

Ausdrücklich ausgeschlossen ist, dass Jugendoffiziere bei Schulbesuchen für Tätigkeiten in der Bundeswehr werben.

"Eine lebendige Bürgergesellschaft ist auf die Bereitschaft der Menschen angewiesen, sich mit politischen Themen auseinanderzusetzen, sich an politischen Prozessen verantwortlich zu beteiligen. Der Dialog mit der Bundeswehr kann dazu einen Beitrag leisten", erklärte Kultusminister Spaenle.

"Die Kooperationsvereinbarung ist ein Angebot an die Gesellschaft. Jugendoffiziere, die schon seit über fünfzig Jahren in der Öffentlichkeit Dienst tun, sind ausgewiesene Experten in sicherheitspolitischen Fragen und für entsprechende Themen besonders gut geeignet. Sie können sehr gut auf die Schüler aller Bildungseinrichtungen eingehen und zum politischen Diskurs anregen", ergänzte Generalmajor Wessels.


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