Bundesweites Modellprogramm unterstützt Veränderungen im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht
Unterricht ist veränderbar. Das zeigen die Ergebnisse des Modellprogramms "SINUS", das acht Jahre an Brandenburgs Schulen durchgeführt wurde. SINUS steht für "Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts". Mit diesem Programm reagierten Bund und Länder unter anderem auf Befunde aus Schulleistungsvergleichsstudien. Die positiven Erfahrungen und wesentlichen Ansätze des bundesweiten Versuchs in der Sekundarstufe I sollen nun in einem Transferprogramm bis Juli 2009 auch auf Grundschulen übertragen werden.
06.02.2006 Pressemeldung Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-BrandenburgDie Auftaktveranstaltung für das Land Brandenburg findet am 7. und 8. Februar 2006 im Landesinstitut für Schule und Medien Brandenburg (LISUM Bbg) in Ludwigsfelde statt.
An dem Programm "SINUS-Transfer Grundschule" beteiligen sich sechs brandenburgische Grundschulen, eine Grundschule je Schulamtsbezirk. Diese Schulen sollen auf der Grundlage der in diesem Programm bereits für die Sekundarstufe I gemachten Erfahrungen den eigenen Unterricht verändern. Anschließend sollen diese Erfahrungen anderen Schulen zur Verfügung gestellt werden. Zu Beginn des Schuljahres 2007/2008 werden sechs weitere brandenburgische Grundschulen in den Modellversuch aufgenommen, um den landesweiten Transfer der Ergebnisse zu sichern.
Für das Projekt wurden bundesweit Schwerpunkte zur Unterrichtsveränderung entwickelt, die in zehn Modulen beschrieben werden.
Das Land Brandenburg beginnt mit den Modulen "Umgang mit Aufgaben im Mathematikunterricht" und "Mathematikunterricht zwischen Offenheit und Zielorientierung". Im nächsten Schuljahr wird die inhaltliche Arbeit der beteiligten brandenburgischen Schulen durch weitere Module ergänzt.
"Das Landesinstitut für Schule und Medien Brandenburg ist für die Betreuung der Schulen zuständig.", so Dr. Jan Hofmann, Direktor der Einrichtung. "Das schließt Unterstützung bei der Festlegung von Arbeitsschwerpunkten, bei der Entwicklung und Erprobung von Unterrichtsmaterialien ebenso wie bei der Evaluation der gemachten Erfahrungen ein". Landesweit werden vom LISUM Bbg für die beteiligten Schulen Fortbildungsveranstaltungen angeboten, die u. a. den landesweiten Erfahrungsaustausch sichern sollen. Aufgabe der Landeskoordination ist es darüber hinaus die Vernetzung dieses Programms mit anderen Systemen der Qualitätssicherung und kooperative Kontakte u. a. zur Universität Potsdam zu befördern.
Für Ihre Fragen steht Ihnen zur Verfügung:
Dr. Götz Bieber
Projektleiter, Tel. 03378 209-138
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