CDU unfähig zu kritischem Diskurs

"Wir teilen die Erfahrung, die die Landeschülervertretung gemacht hat", erklärte der Vorsitzende der GEW Hessen, Jochen Nagel angesichts der Nicht-Teilnahme der CDU an bildungspolitischen Diskussionsveranstaltungen, "auch bei uns glänzt die CDU neuerdings regelmäßig durch Abwesenheit."

18.12.2008 Hessen Pressemeldung GEW Hessen

  • Für eine Podiumsdiskussion über die Bedingungen in den Grundschulen hatte der bildungspolitische Sprecher, Herr Irmer seine Teilnahme zugesagt. Er erschien dann nicht und ließ als Begründung ­ausrichten, weil er keinen Parkplatz am Gewerkschaftshaus finden würde.

  • Die Teilnahme an einer Veranstaltung zum "Grundrecht auf Ausbildung" sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU mit der Begründung ab: "Wir lehnen die Teilnahme an derartigen Veranstaltungen in Wahlkampfzeiten grundsätzlich ab.". Auch habe man aufgrund der Äußerungen des GEW Vorsitzenden erhebliche Zweifel an der 'Neutralität'.

  • Auf die Einladung zu einer Fachtagung zur gymnasialen Oberstufe teilte uns der Landesvorsitzende der CDU, Roland Koch, mit, dass er an diesem Tag eine Terminverpflichtung in Berlin habe und kein Mitglied des CDU-Landesverbands für diesen Termin zu gewinnen konnte.

"Aus unserer Sicht sind dies eindeutige Belege dafür, dass sich die CDU vor einer kritischen Auseinandersetzung mit ihrer Bildungspolitik drückt. Wer sich um diese Diskussionen mogelt und Kritiker meidet, ist nicht glaubwürdig, wenn er behauptet, aus der Vergangenheit gelernt zu haben", so Jochen Nagel weiter.

Die von der Bevölkerung der CDU zugeschriebene geringe Kompetenz in Bildungsfragen wird sich mit diesem Umgangsstil sicher nicht verbessern. "Unsere Kinder jedenfalls haben eine bessere Bildungspolitik sowie Politikerinnen und Politiker verdient, die bei den unmittelbar Betroffenen besser zuhören", erklärte Jochen Nagel abschließend.

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GEW Hessen

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