Saarland

Commerçon weist Grünen-Vorwürfe zurück: Schulen sollen selbst entscheiden können

Bildungsminister Ulrich Commerçon hat die [Kritik der Grünen-Landtagsfraktion](http://bildungsklick.de/pm/93030/geplante-regelung-zum-ethik-unterricht-ist-halbherzig/) an der geplanten Ausweitung des Ethikunterrichts als "unverschämt und unglaubwürdig" zurückgewiesen.

22.01.2015 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

"Gerade Herr Kessler als mein Amtsvorgänger hat es angesichts der schon in seiner Amtszeit zunehmenden Zahl von Schülerinnen und Schülern, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, versäumt, eine Neukonzeption des Ethikunterrichts vorzulegen. Dieses Versäumnis arbeiten wir jetzt auf, indem der Ethikunterricht in Zukunft bereits ab Klassenstufe 5 angeboten werden kann."

Die Schulen sollen nach den Plänen des Bildungsministeriums selbstständig entscheiden können, ob sie das Fach anbieten. Bei einer entsprechenden Entscheidung der Schule findet der Ethikunterricht für die Schülerinnen und Schüler, die sonst keinen wertebildenden Unterricht besuchen, alternativ zum Religionsunterricht statt. "Da die Anzahl von Schülerinnen und Schüler, die den konfessionellen Religionsunterricht nicht besuchen, je nach Schulstandort erheblich schwankt, ist es sinnvoll die Entscheidung über die Ausweitung des Ethikunterrichts den Schulen zu überlassen", so Commerçon.

Dass die Schulen den erweiterten Ethikunterricht im Rahmen ihres schulischen Budgets anbieten, sei folgerichtig, so der Minister. "Wenn vor Ort die Nachfrage nach Religion sinkt, können die bisher verwendeten Ressourcen in den wertebildenden Unterricht des Fachs Ethik eingebracht werden. Diese Entscheidung kann aber nur vor Ort getroffen werden. Wir dürfen nicht alle über einen Kamm scheren."


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