Forsa-Umfrage

Der Süden braucht seine Realschulen um den Fachkräftebedarf zu decken

Rückenwind für die Realschulen in Bayern und Baden-Württemberg: Wie eine aktuelle Forsa-Umfrage belegt, halten 89 Prozent der Befragten die Schulbildung an Realschulen für "wichtig" (41 Prozent) oder sogar "sehr wichtig" (48 Prozent), um dem wachsenden Fachkräftemangel in Deutschland zu begegnen.

13.04.2015 Pressemeldung Verband Reale Bildung

Dies ist eines der Ergebnisse, das diesen Freitag beim 2. Süddeutschen Realschultag in Ulm diskutiert wird. Er steht unter dem Motto "Realschule – die Fachkräfte der Zukunft". Organisatoren der Tagung sind der bayerische und baden-württembergische Realschullehrerverband sowie der Verband Deutscher Realschullehrer.

Im Vorfeld des Kongresses wurden in einer repräsentativen Forsa-Studie über 1000 Personen in Bayern und Baden-Württemberg zum Thema Fachkräftesicherung und Schulbildung befragt. Betrachtet man die weiteren Umfrageergebnisse, werden die Gründe für die hohe Zustimmung zur Realschulbildung deutlich: Gefragt nach der Bedeutsamkeit, Theorie und Praxis im Schulunterricht zu verknüpfen, hielt die weit überwiegende Mehrheit der Befragten diese Verbindung für "sehr wichtig" (50 Prozent) bzw. "wichtig" (40 Prozent). Zudem gaben 95 Prozent der Befragten an, dass die Vorbereitung auf das Berufsleben eine der wichtigsten Aufgaben der Schule ist.

"Realschule ist in Baden-Württemberg unverzichtbar"

Die Vorsitzende des Realschullehrerverbands Baden-Württemberg, Irmtrud Dethleffs-Niess, sieht in den Ergebnissen eine Bestätigung für die hohe Wertschätzung der Realschule in der Bevölkerung: "Realschulbildung ist als Antwort auf den Fachkräftemangel hochaktuell, weil diese mit ihrer theoretisch-praktischen Ausbildung dem dualen System zuarbeitet und darüber hinaus den Weg in die beruflichen Gymnasien ebnet. Unternehmen aus Industrie und Handwerk schätzen Realschulabgänger als Bewerber. Deshalb ist dieser Bildungsgang auch in Zukunft unverzichtbar."

Auch für Jürgen Böhm, der als brlv- und Bundesvorsitzender die süddeutschen Schulstrukturen genauestens kennt, sind die Umfrageergebnisse ein überwältigendes Signal pro Realschule: "Wir sind überzeugt, dass der Schlüssel für die wirtschaftliche Stärke des Südens nicht zuletzt in der qualitativ hohen Ausbildung in den Schulen liegt. An den Realschulen erwerben die Jugendlichen fundiertes theoretisches Wissen, das immer den Bezug zur Lebenswirklichkeit behält. Zudem gibt es umfangreiche Angebote, um sich entsprechend seiner Interessen individuell weiterzuentwickeln. So bilden wir die Fachkräfte von morgen aus."

Umfangreiches Tagungsprogramm

Beim 2. Süddeutschen Realschultag steht die Bedeutung der Realschulen für die Sicherung des Fachkräftebedarfs im Mittelpunkt der Diskussion. In diesem Rahmen werden die Ergebnisse der Forsa-Studie analysiert und Leuchtturmprojekte baden-württembergischer und bayerischer Kooperationen zwischen Schule und Wirtschaft vorgestellt. Vertreter aus den Recruitingabteilungen der Airbus Group und der Deutschen Telekom stellen ihre Strategien zur Nachwuchsgewinnung vor und in einer Podiumsdiskussion erörtern Bildungspolitiker aus Bayern und Baden-Württemberg mögliche Lösungsansätze des Problems.

Der 2. Süddeutsche Realschultag findet statt am 17. April zwischen 9 und 16 Uhr im Best Western Plus Atrium Hotel in Ulm. Das vollständige Programm mit Referenten- und Vortragsliste finden Sie auf den Homepages des bayerischen und baden-württembergischen Realschullehrerverbands.

Pressevertreter sind zur Berichterstattung herzlich eingeladen.

www.brlv.de

Ansprechpartner

Verband Reale Bildung

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