DGB NRW: Wissenschaftssymposium an der Ruhr-Universität Bochum
Auf einem wissenschaftlichen Symposium der Ruhr-Universität Bochum, des DGB NRW und der GEW NRW sprachen sich namhafte Erziehungswissenschaftler für eine grundlegende Reform des Schulwesens in NRW aus.
29.01.2009 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung GEW Nordrhein-WestfalenDer DGB-Bezirksvorsitzende Guntram Schneider betonte, dass das Festhalten am gegliederten Schulsystem in NRW nicht mehr zeitgemäß sei. "Immer mehr Kinder werden durch das mangelhafte Bildungssystem ihrer Zukunftschancen beraubt", kritisierte der DGB Vorsitzende. "Wir brauchen eine Kehrtwende in der Bildungspolitik, in deren Mittelpunkt längeres gemeinsames Lernen steht." Guntram Schneider warnte die politischen Parteien eindringlich vor einem "Kulturkampf" in Sachen Bildung.
Die Erziehungswissenschaftler Prof. Bellenberg, Prof. Peek und Prof. von Saldern wiesen in ihren Vorträgen auf den Zusammenhang zwischen früher Selektion und sozialer Herkunft im Bildungssystem in Deutschland hin. In keinem anderen Land der OECD sei der Schulerfolg der Kinder so stark an die soziale Herkunft gekoppelt. Internationale Beispiele belegten, dass neben einer Reform der Schulstruktur, eine wirklich selbstständige Schule mit einer Neuorganisation des Unterrichts zu einer nachhaltigen Verbesserung der Schülerleistungen führen.
GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber fasste zusammen: "Auch in NRW kommt niemand daran vorbei, längeres gemeinsames Lernen im Schulsystem zu verwirklichen. Auch die CDU wird ihre schulpolitische Positionierung noch vor der Landtagswahl modernisieren müssen."
Weitere Informationen unter: www.bestes-lernen.de
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