Offener Unterricht

didacta: Cornelsen Stiftungspreis Zukunft Schule prämiert Projekte Offenen Unterrichts

In Zeiten zunehmender Standardisierung zeichnet der Cornelsen Stiftungspreis Zukunft Schule Lern- und Unterrichtsformen aus, die neben den kognitiven auch die sozialen und kreativen Bildungsmöglichkeiten der Schule ausschöpfen. Fünf außergewöhnliche Unterrichtsprojekte erhielten in diesem Jahr den mit insgesamt 18.000 Euro dotierten Förderpreis der Cornelsen Stiftung Lehren und Lernen. Eine Jury aus renommierten Bildungswissenschaftlern prüfte die rund 70 eingereichten Beiträge und vergab gleich zwei Mal den ersten Preis. Die Preisträgerinnen und Preisträger zeigen eine breite Vielfalt offener Lernformen. Neben den curricularen Vorgaben öffneten sie Unterricht für andere Fächer, andere Lernorte sowie ein gemeinsames Lernen mit Schülern anderer Altersstufen oder Menschen mit Behinderungen.

15.02.2012 Pressemeldung Cornelsen Stiftung Lehren und Lernen

Einen 1. Preis erhielt Friedrich Dörffler, Lehrer am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Pulheim. Im ausgezeichneten Projekt näherten sich Abiturienten in großformatigen Tonskulpturen Opfern des Nationalsozialismus und gestalte-ten eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit Historikern der Gedenkstätte Brauweiler. Ein weiterer 1. Preis ging an das Pädagoginnenteam Birgit Herzog und Daniela Olschewski aus Leipzig. Die Preisträgerinnen unterrichten Kinder einer Grundschule und einer Förderschule für geistig Behinderte gemeinsam und entwickelten ein weit reichendes Unterrichtskonzept zur Umsetzung von Inklu-sion. Mit dem 3. Preis wurde die Lehrerin Svenja Haß an der Freiherr-vom-Stein-Schule in Neumünster ausgezeichnet. Ihre Schülerinnen und Schüler entwickelten ein Planspiel zur Globalisierung in der Textilindustrie und gründeten ein Modelabel nach Kriterien der Nachhaltigkeit.

Mit zwei Sonderpreisen wurden Nachwuchskräfte gefördert. Die Referendarin Miriam Siedler wurde für ihr Unterrichtskonzept zur Sensibilisierung von Schülern für Menschen mit Sehbehinderung ausgezeichnet, das sie an der Georg-Hartmann-Realschule in Forchheim durchführte. Die Studentinnen Jana Autor und Miriam Mack erhielten einen Stiftungspreis für ihre dramapädagogischen Methoden, mit denen sie an der St. Georg Mittelschule in Augsburg Migranten-kinder einer Übergangsklasse und Schüler aus Regelklassen zusammenführten.

Die Cornelsen Stiftung Lehren und Lernen wurde 1978 von Franz Cornelsen gegründet und will Bildungsforschung und Schulpraxis enger verzahnen. Die im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft angesiedelte Stiftung vergibt alle zwei Jahre den Cornelsen Stiftungspreis Zukunft Schule. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft von Günther Jauch. Die nächste Ausschreibung sucht innovative Unterrichtsansätze zum Thema Inklusives Unterrichten.

Ansprechpartner

Irina Groh
Cornelsen Stiftung Lehren und Lernen
c/o Cornelsen Verlag GmbH
Mecklenburgische Straße 53
14197 Berlin
Telefon: +49 30 897 85-563
Fax: +49 30 897 85-97-563
E-Mail: irina.groh@cornelsen.de
Web: www.stiftung-lehren-lernen.de


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