Die Jugend forscht Landessieger 2009 aus Berlin stehen fest

Für den 44. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich neun junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin qualifiziert. Die Landessieger 2009 wurden heute in einer Feierstunde ausgezeichnet. Insgesamt 59 Teilnehmer präsentierten 29 Forschungsarbeiten beim Landeswettbewerb, der von der Siemens AG ausgerichtet wurde.

26.03.2009 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Kann ein zu sorgloser Umgang mit Küchenschwämmen die Gesundheit gefährden, fragten Janina Bach (15) und Tamara Krüger (16) vom Arndt-Gymnasium Dahlem. In ihrem Siegerprojekt im Fach Arbeitswelt untersuchten sie, unter welchen Bedingungen es zu vermehrtem Wachstum von Bakterien in Schwämmen kommt. Henriette Brykczynski (11) und Celina Dorrmann (12) von der Romain-Rolland-Oberschule waren in Biologie erfolgreich. Die beiden wollten herausfinden, ob sich eine vierköpfige Familie von 14 Euro, die ihr beim Bezug von Arbeitslosengeld II im Durchschnitt zur Verfügung stehen, gesund ernähren kann. Dazu ermittelten sie den alters- und geschlechtsspezifischen Bedarf an Energie und Nährstoffen.

Mit einer neuen Methode zur Positionsbestimmung von Asteroiden überzeugten Julian Petrasch (17) von der Wilhelm-Foerster-Sternwarte und Lennart Schlieder (16) vom Schadow-Gymnasium die Jury im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften. Die Jungforscher werteten nicht nur astronomische Beobachtungen aus, sondern nutzten zudem eine selbst programmierte Computersimulation, wodurch sie genauere Ergebnisse erzielen konnten. Im Fachgebiet Mathematik/Informatik siegte Benjamin Drost von der Heinrich-Hertz-Oberschule. Der 19-Jährige befasste sich mit einer speziellen Form der Magnetresonanztomographie (MRT), der sogenannten diffusionsgewichteten MRT-Messung. Diese kann nicht nur verschiedene Strukturen des Gehirns unterscheiden, sondern auch den Verlauf von Nervenbahnen erfassen. Der Jungforscher entwickelte eine computergestützte Anwendung, mit der sich die Nervenbahnen anhand der MRT-Datensätze bildlich darstellen lassen.

Tobias Wenzel (20) von der Technischen Universität Berlin und Valentin Dunsing (19) von der Archenhold-Oberschule präsentierten ein innovatives Objekterkennungssystem. Durch die Nutzung unsichtbarer Ultraschallwellen gewinnen die Jungforscher trotz verringerter Rechenleistung zusätzliche Informationen. Dies ermöglicht ihnen, auch größere Objekte unabhängig von Farbe, Form und Kontrast zu erkennen sowie deren räumliche Position festzustellen.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet der 44. Bundeswettbewerb vom 21. bis 24. Mai 2009 in Osnabrück statt. Das Finale wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

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