Die Jugend forscht Landessieger 2009 aus Hessen stehen fest

Elf junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hessen haben sich für den 44. Bundeswettbewerb von Jugend forscht qualifiziert. Die Sieger 2009 wurden gestern in einer Feierstunde in Anwesenheit von Kultusministerin Dorothea Henzler ausgezeichnet. Zum Landeswettbewerb, der von der Merck KGaA in Darmstadt ausgerichtet wurde, waren 60 Schülerinnen und Schüler mit 33 Forschungsarbeiten angetreten.

20.03.2009 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Im Fachgebiet Arbeitswelt konnten sich Georgia Harjes (20) und Theresa Flachsenberg (21) von der Philipps-Universität Marburg durchsetzen. Die jungen Wissenschaftlerinnen entwickelten ein neues Übungsmaterial für die zahnmedizinische Ausbildung. Puderzucker, Ostereierfarben und ein wachsartiger Trockenbrennstoff bilden die Basis ihrer innovativen Kunststoffmischung, mit der Studenten die Herstellung von Zahnkronen und -füllungen erlernen können. Jessica Oberheim (19) vom Goethe-Gymnasium Bensheim pflanzte die Köpfe zweier Süßwasserpolypen aufeinander. Mit einem unerwarteten Ergebnis: An der Schnittstelle entstand ein dritter Kopf. Die Landessiegerin im Fach Biologie lieferte überzeugende Hypothesen zur Erklärung dieses Phänomens, die zum besseren Verständnis der Funktion von Stammzellen beitragen könnten.

Was sind die Ursachen für die schwankenden Pegelstände des Nasserstausees in Ägypten, fragten sich Ann-Kathrin Henß (18) und Martin Enno Kügler (19) vom Johanneum Gymnasium Herborn. Die beiden analysierten den Wasserhaushalt des Flusses mit einem mathematischen Modell und stellten fest, dass nicht nur die natürliche Nilflut, sondern auch der Eingriff des Menschen für die Schwankungen verantwortlich ist. Dafür erhielten sie den ersten Preis in Geo- und Raumwissenschaften. Karen Wintersperger (19) vom Friedrichsgymnasium Kassel und Lucas Rott (18) von der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in Kassel waren in Physik erfolgreich. Ihnen gelang es, zeppelinförmige Nano-Teilchen aus Gold zu erzeugen. Diese sollen als Basis für die Herstellung kostengünstiger, doppelbrechender Materialien für optische Anwendungen dienen.

Simon Becker (18), Jan Mundo (20) und Marc Oliver Herdrich (18) von der Freien Christlichen Schule in Frankfurt siegten in Technik mit einer Softwareentwicklung, die aus zwei zweidimensionalen Bildern ein räumliches Bild erzeugen kann. Den Preis für die beste interdisziplinäre Arbeit erhielt Alexej Grjasnow (20) aus Frankfurt. Der Zivildienstleistende befasste sich mit sogenannten Neurotransportern, die an der Beförderung von Botenstoffen im menschlichen Körper beteiligt sind. Mit modernsten Verfahren simulierte er die räumliche Struktur der Neurotransporter auf dem Computer.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet der 44. Bundeswettbewerb vom 21. bis 24. Mai 2009 in Osnabrück statt. Das Finale wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

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