Die Jugend forscht Landessieger 2009 aus Schleswig-Holstein stehen fest
Für den 44. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich sechs junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Schleswig-Holstein qualifiziert. Die Landessieger 2009 wurden gestern in einer Feierstunde in Anwesenheit von Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave ausgezeichnet. Insgesamt nahmen 49 Schülerinnen und Schüler mit 29 Forschungsarbeiten am Landeswettbewerb teil. Ausrichter der Veranstaltung waren die Technische Fakultät der Universität Kiel und die Innovationsstiftung Schleswig-Holstein.
20.03.2009 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Mona Becherer von der Max-Planck-Schule Kiel untersuchte die Überlebens- und Entwicklungschancen der ursprünglich in Amerika heimischen Rippenqualle in der Ostsee. Die Schülerin ging insbesondere der Frage nach, welchen Einfluss niedrige Wassertemperaturen und Schwankungen des Salzgehalts auf die Fortpflanzungsrate der Qualle haben. Die 18-Jährige konnte sich im Fach Biologie durchsetzen.
Leitfähige Polymere werden vermehrt in elektronischen Anwendungen wie etwa organischen Leuchtdioden, sogenannten OLEDs, eingesetzt. Diese finden in Handydisplays oder flexiblen Bildschirmen Verwendung. Marten Haupt (17) von der Auguste-Viktoria-Schule in Flensburg gelang es in seinem siegreichen Chemie-Projekt, die spezifische elektrische Leitfähigkeit der Polymere zu optimieren.
Im Fachgebiet Mathematik/Informatik waren Malte Lackmann (18) von der Klaus-Groth-Schule in Neumünster und Jessica Fintzen (19) von der Jacobs University Bremen erfolgreich. Die Nachwuchswissenschaftler analysierten die mathematischen Eigenschaften der sogenannten Conway-Zahlen.
Feuchte Keller sind ein lästiges Problem, da schnell Schimmel entstehen kann. Eine gute Lüftung ist hier der beste Schutz. Tobias Löffler (19) von der Hebbelschule Kiel untersuchte zunächst die physikalischen Ursachen der Feuchtigkeitsentwicklung. Anschließend entwickelte der Landessieger im Fach Physik eine vollautomatische Lüftung zur Trocknung feuchter Keller. Ein computergesteuerter Ventilator im Fenster regelt dabei die Lüftung.
Das Mathematik/Informatik-Projekt von Marc-Andre Schulz (20) vom Neurozentrum Campus Kiel wurde mit dem Preis für die beste interdisziplinäre Arbeit ausgezeichnet. Der Jungforscher nutzte sogenannte Random Generation Tasks und entwickelte eine Methode, die die Diagnose neurologischer Erkrankungen wie Alzheimer erleichtern könnte. Der Patient wählt dabei aus einer Zahlenmenge nach dem Zufallsprinzip mehrere Elemente aus. Diese Auswahl wird anschließend analysiert und lässt Rückschlüsse auf die neuronalen Prozesse zu.
Nach den Landeswettbewerben im März und April findet der 44. Bundeswettbewerb vom 21. bis 24. Mai 2009 in Osnabrück statt. Das Finale wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.
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