Die Jugend forscht Landessieger 2009 stehen fest
Für den 44. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich zehn junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Bremen qualifiziert. Die Landessieger 2009 wurden heute in einer Feierstunde in Anwesenheit von Renate Jürgens-Pieper, Senatorin für Bildung und Wissenschaft, ausgezeichnet. Insgesamt nahmen 62 Schülerinnen und Schüler mit 30 Forschungsarbeiten in der Alterssparte Jugend forscht am Landeswettbewerb teil. Ausrichter der Veranstaltung war die Astrium GmbH in Bremen.
19.03.2009 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Den ersten Preis im Fachgebiet Arbeitswelt errangen Arthur Eberhard (19), Sebastian Strehler (19) und Janis Wilczura (21) vom Schulzentrum SII Utbremen mit ihrer Arbeit zu Epoxidharzen. Die Jungforscher suchten nach Möglichkeiten, das Kunstharz, mit dem Bodenmaterialien beschichtet werden, in seiner Leitfähigkeit zu erhöhen. Auf diese Weise könnte es in explosionsgefährdeten Zonen sowie in Produktionsbereichen zum Einsatz kommen, in denen elektrostatische Aufladungen den Menschen gefährden.
Jasmin Vodjdani (17) und Jacqueline Niemeyer (18) vom Kippenberg-Gymnasium sowie Dennis Bredemeier (18) vom Hermann-Böse-Gymnasium in Bremen waren im Fachgebiet Biologie erfolgreich. Den Schülern gelang es, Spuren des radioaktiven Stoffes Uran in Radieschen nachzuweisen, die zuvor mit phosphathaltigen Düngemitteln behandelt worden waren. Die Kontamination liegt zwar unter dem Grenzwert der Strahlenschutzverordnung. Dennoch schätzen die jungen Wissenschaftler das Ergebnis als alarmierend ein, da bereits eine geringe ionisierende Strahlung schwerste Schäden im Körper verursachen kann.
Mit einer Analyse der Schädlichkeit des Shisharauchens sicherten sich Sarah Scholl und Friederike Tietjen den Landessieg im Fachgebiet Chemie. Die beiden 15-jährigen Nachwuchswissenschaftlerinnen vom Schulzentrum Im Ellener Feld in Bremen untersuchten Wasser und Rauch der arabischen Wasserpfeife auf Schadstoffe. Dabei stellten sie fest, dass das Wasser hoch toxisch ist, während der Rauch nur geringe Mengen Nikotin enthält.
Mirko-Julian Bos (17) und Blagoy Grozdanov (18) vom Kippenberg-Gymnasium in Bremen überzeugten mit ihrem Physik-Projekt zur Dendritenbildung in elektromagnetischen Feldern. Dendriten sind kristalline Metallstrukturen. Sie entstehen in einer Metallsalzlösung, durch die Strom fließt. Das Magnetfeld erzeugt dabei eine Kraft, die auf die geladenen Teilchen einwirkt, wodurch diese in eine allgemeine Drehbewegung versetzt werden. Die Schüler konnten überzeugende Erklärungen für die Strukturveränderung liefern.
Nach den Landeswettbewerben im März und April findet der 44. Bundeswettbewerb vom 21. bis 24. Mai 2009 in Osnabrück statt. Das Finale wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.
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