Die Landessieger von Jugend forscht 2006 stehen fest
Die diesjährigen Jugend forscht Landessieger aus Nordrhein-Westfalen stehen seit heute fest: 14 junge Wissenschaftler mit 8 Projekten werden ihr Bundesland beim 41. Finale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb vertreten. Sie konnten sich beim Landesentscheid in Leverkusen gegen starke Konkurrenz behaupten. Dort präsentierten 92 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jury insgesamt 45 Projekte.
22.03.2006 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Verbesserte Qualitätskontrolle von tiefgekühlten Lebensmitteln verspricht das Projekt von Jan Krümpel (16) und Christian Borgmann (15) von der Snedwinkela Realschule. Ein auf Tiefkühlprodukte aufgeklebter Sticker enthält Chemikalien, die völlig ungiftig sind, sich aber verfärben, wenn die Kühlkette unterbrochen wird. Für diese clever umgesetzte Erfindung zeichnete die Jury die beiden Neuenkirchener mit einem ersten Platz in Arbeitswelt aus. Ebenfalls in diesem Fachgebiet erfolgreich: Christoph Haubrok (18) und Sebastian Wellensiek (20), Auszubildende im Imperial-Werk in Bünde, mit ihrer "Vorrichtung zum thermischen Verformen von Kunststoffnasen an einem Wasserbehälter".
Mit mikrobiologischen Brennstoffzellen hat sich Markus Lakemeyer vom Städtischen Gymnasium in Steinheim befasst. Seine Vision: Künftig könnte Energie mit Hilfe von Mikroorganismen aus organischem Material wie etwa Glucose gewonnen werden. Knappe fossile Brennstoffe würden so gespart. Der 18-Jährige wurde Landessieger im Fach Chemie.
Auf dem Bundeswettbewerb werden gleich zwei Arbeiten aus dem Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften für Nordrhein-Westfalen antreten. Stefan Heinen (17) vom Gymnasium Schwertstraße in Solingen und Dominic Zuleger (21) von der Fachhochschule Aachen gewannen mit ihrem Projekt "Von der Lichtkurve zum Körper – Rekonstruktion eines Asteroiden". Einen weiteren ersten Platz belegten Florian Lücker (19) und Borge ten Hagen (18) vom Städtischen Gymnasium Borghorst mit ihrer Arbeit "Bestimmung der Astronomischen Einheit über den optischen Doppler-Effekt".
In Technik setzte sich der 20-jährige Wolfgang Bauer von der RWTH Aachen durch: Er konstruierte ein Mantelstromtriebwerk für Modellflugzeuge. Der Bau eines Rastertunnelmikroskops brachte dem Team um Christian Meeßen (19), Paul Finger (19) und Simon Zierke (19) vom Gymnasium Haus Overbach in Jülich den Sieg im Fach Physik. Ebenfalls erfolgreich: Alexander Cornelius Heinrich (20) aus Bonn, der für die "Kompromisse durch Fuzzy-Optimierung" in Mathematik/Informatik ausgezeichnet wurde.
Der 41. Bundeswettbewerb findet vom 18. bis 21. Mai 2006 in Freiburg statt – gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Sick AG.
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