Gesundheit

DPhV fordert eine neue Arbeitszeituntersuchung für Lehrkräfte

Von der Kultusministerkonferenz fordert der Deutsche Philologenverband, eine bundesweite neue Arbeitszeituntersuchung für Lehrkräfte in Auftrag zu geben. Zur Begründung verwies Vorstandsmitglied Andreas Bartsch in Berlin darauf, dass seit der letzten Studie von Mummert + Partner in Nordrhein-Westfalen 13 Jahre vergangen seien und aktualisierte Zahlen zur zeitlichen Belastung von Lehrkräften in allen Bundes-ländern fehlten.

06.07.2012 Pressemeldung Deutscher Philologenverband (DPhV)

"Bereits damals, 1999, wurde eindeutig festgestellt, dass die wöchentliche Arbeitszeit von Lehrern an Gymnasien sowie Berufs- und Gesamtschulen unter Einrechnung der längeren Ferienzeiten mit rund 45 Wochenstunden weit über der durchschnittlichen Arbeitszeit im öffentlichen Dienst liegt. In der Zwischenzeit ist nach den Erfahrungen vor Ort der zeitliche Aufwand durch zusätzliche Verwaltungsaufgaben, schwieriger gewordene Schüler, landesweite Zusatztests und erhöhte Präsenzzeiten weiter angestiegen, ohne dass dies bis auf wenige Ausnahmen in den Ländern zu einer Reduzierung der Unterrichtsdeputate geführt hat. Viele Kolleginnen und Kollegen befinden sich aber am Belastungslimit!", so Andreas Bartsch.

Laut Bartsch sieht der Philologenverband deshalb die Kultusminister als Dienstherrn in der Fürsorgepflicht, eine aktualisierte Arbeitszeituntersuchung, differenziert nach Bundesländern, Schularten und Fächerverbindungen in Auftrag zu geben, um aufgrund einer klaren neuen Datenlage notwendige Konsequenzen zu ziehen.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden