Dr. Eva-Maria Stange: "Sächsisches Modell der Lehrerausbildung ist bundesweit einmalig"
"Mit der Umstellung auf Bachelor/ Master - Studiengänge werden alle Lehrkräfte in Sachsen fünf Jahre lang an der Universität ausgebildet. Damit erhöht sich auch der Anteil an praktischen Übungen direkt in der Schule", sagte Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange heute aus Anlass des internationalen Tages des Lehrers. Dieses Modell sei bundesweit einmalig.
05.10.2007 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und TourismusDie neue Lehramtsausbildung ermögliche den Studierenden nach dem Bachelorabschluss, also nach drei Jahren, die endgültige Entscheidung für die Schulform (Grundschule, Mittelschule, Gymnasium) zu treffen, an der sie später unterrichten wollen. "Zu diesem Zeitpunkt haben die Studenten schon erste praktische Erfahrungen gemacht und können eher entscheiden, ob sie wirklich für den Lehrerberuf geeignet und wie sie in der Lage sind mit jüngeren oder älteren Schüler zu arbeiten", so Ministerin Dr. Stange.
Vor allem die Grundschullehrkräfte würden für die veränderten Anforderungen nun besser gerüstet. Bisher war deren Ausbildung mit nur vier Jahren deutlich kürzer als die eines Mittelschul- oder Gymnasiallehrers. "Spätestens seit der PISA - Studie ist aber klar, welche Bedeutung gerade die ersten Bildungsjahre haben." Die neue Struktur der Lehramtsausbildung werde dieser hohen Verantwortung der Grundschullehrer und Grundschullehrerinnen besser gerecht.
Die Universität Leipzig hatte die Lehramtsstudiengänge bereits zum Wintersemester 2006/ 2007 auf Bachelor/ Master - Abschlüsse umgestellt. Mit Beginn des neuen Wintersemesters könne man nun auch an der TU Dresden nach dem neuen Modell studieren.
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