Dritte Verhandlungsrunde ergebnislos - weitere Warnstreiks in Schulen NRWs

Nach dem provokanten Abbruch der Tarifverhandlungen durch die Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes der Länder am Wochenende in Potsdam wird die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft die Tarifbeschäftigten in Schulen und Hochschulen zu weiteren Warnstreiks aufrufen. Die Fortsetzung der Tarifverhandlungen ist auf den 28.Februar 2009 terminiert.

15.02.2009 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen

In der dritten Verhandlungsrunde hat die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) am Wochenende ein Angebot unterbreitet, das für die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes nicht kompromissfähig ist. Die Länderarbeitgeber haben bei einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2010 eine Lohnerhöhung von 4,2 Prozent ab 1. Juli 2009 angeboten.

"Eine doppelte Null, sechs Nullmonate im Jahr 2009 und eine Nullrunde für 2010, ist eine Provokation für alle Landesbeschäftigten", erklärte GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber nach dem Abbruch der Verhandlungen. Mit ihrem Angebot, das unterm Strich deutlich unter zwei Prozent liegt, ist die TdL meilenweit von den gewerkschaftlichen Forderungen entfernt. "Als die Gewerkschaften das Verhandlungsangebot ernsthaft erörtern wollten, haben die Arbeitgeber einseitig und offenkundig geplant die Verhandlungen abgebrochen. Finanzminister Linssen hatte allem Anschein nach keinen Auftrag von der Landesregierung, ernsthaft zu verhandeln. Stattdessen wollte er die Beschäftigten und die Gewerkschaften ins Leere laufen lassen."

Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder erwarten nach mehrjähriger Lohnzurückhaltung eine deutliche Lohnerhöhung, mit der die Reallohnverluste ausgeglichen werden und der Anschluss an die Lohnentwicklung beim Bund und den kommunalen Arbeitgeber hergestellt wird. Ihre Forderung ist eine lineare Entgelterhöhung von acht Prozent und eine bessere Eingruppierung der Lehrkräfte.


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