Ein Beitrag zum "Weg aus der Erziehungskrise" sind Ganztagsschulen und mehr Zeit für Lehrer! - in Unterstützung der Erziehung der Eltern
Nach Auffassung der Landeselterninitiative für Bildung müsse Erziehung in der Schule gleichwertig stehen neben ihrer Aufgabe Wissensvermittlung und der Aufgabe Sicherung des Kindeswohls der Kinder- und Jugendhilfe der Landkreise. Eltern sei klar, dass Disziplin- und Respektlosigkeit, Aggressivität und Gewalt eine ganz bestimmte Variante der Folge von verunsicherten Beziehungen mit einem unausgewogenen Realisieren von Anerkennung, Anregung und Anleitung in der Erziehung sind. Ein Appell auch an die eigene Brust.
14.02.2007 Pressemeldung Landeselterninitiative für Bildung e.V.Die Eltern sehen aber in einem flächendeckenden Angebot an Schule über den ganzen Tag, wie sie die meisten Länder in der EU und der OECD besitzen, eine wesentlichen Beitrag dazu, dass prekäre außerschulische Bedingungen sowie individuelle Leistungsunterschiede ausgeglichen werden können. Echte Ganztagsschulen sind deshalb auch ein Beitrag zu mehr Gerechtigkeit und Chancengleichheit.
"Dabei geht es uns nicht um die bloße Ausdehnung des (heute geläufigen) Unterrichts von sechs auf acht Stunden (oft kommen die Kinder sowieso nicht früher nach Hause), sondern um verändertes Lernen. Um die Wandelung der Schule als Anstalt konzentrierter Belehrung in eine Schule als geordneten Lebens- und Erfahrungsraum. Lernen kann dort zur "Vorfreude auf sich selbst werden", ist besser rhythmisiert, die gemeinsame Lernzeit wird höher", so die Eltern. Das Saarland habe nach Bayern das schlechteste ganztagsschulische Angebot in Deutschland (Quelle: Studie "Bildung in Deutschland 2006" des Konsortiums Bildungsberichterstattung im Auftrag der Kultusministerkonferenz und des Bundesbildungsministeriums – www.bildungsbericht.de).
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