Einstellungspolitik konterkariert Spaenles Ziele
Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, hat Kultusminister Ludwig Spaenle aufgefordert, sämtliche junge Lehrerkräfte mit bestandener Lehramtsprüfung anzustellen: "Wenn er das nicht tut, bleibt er hinter seinen eigenen Forderungen zurück."
05.07.2011 Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.Mit diesen Worten reagierte Wenzel auf die heutige Vorstellung der Lehrerbedarfsprognose und erste Einschätzungen zur Einstellungspolitik im kommenden Schuljahr.
Danach zeichnet sich ein düsteres Bild ab: "Wir können davon ausgehen, dass die Lehrerarbeitslosigkeit trotz erheblichen Bedarfs ein Rekordniveau erreichen wird", befürchtet der BLLV-Präsident. Er erinnerte daran, dass Spaenle dieses Schuljahr unter das Motto der individuellen Förderung gestellt habe. "Dafür braucht es aber drei Dinge", sagte Wenzel: "Lehrer, Lehrer und nochmals Lehrer." Spaenle konterkariere mit seiner Schul- und Bildungspolitik seine eigenen Ansprüche und werde den Schülern in Bayern nicht gerecht. Das sei skandalös und verantwortungslos gegenüber den betroffenen arbeitslosen Junglehrern sowie den Schülern, zu deren Lasten diese Einstellungspolitik geht.
"Sollte das heute angedeutete Szenario tatsächlich eintreffen - Mitte Juli wird die Staatsnote veröffentlicht - muss die Politik mit massiven Aktionen rechnen", kündigte Wenzel an.
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