Eltern fordern echtes Ganztagsschulprogramm und schnelleren Ausbau der Kleinkinderbetreuung als nachhaltigen Konjunkturbeitrag

Investitionen in Bildungsqualität wären nach Ansicht der Landeselterninitiative ein Konjunkturprogramm mit Kurz- und vor allem Langzeitwirkung. Deshalb haben die Eltern die Landesregierung aufgefordert, ein echtes Ganztagsschulprogramm aufzulegen und den Ausbau der Kleinkinderbetreuung vorzuziehen.

15.01.2009 Saarland Pressemeldung Landeselterninitiative für Bildung e.V.

Der Aufbau eines flächendeckenden Angebots an echten Ganztagsschulen würde kurzfristig der Bauwirtschaft Aufträge bringen, würde Arbeitsplätze schaffen für pädagogisches Personal, für musisch-kulturelle Aktivitäten und Sport, für Essensausgabe, Hausmeister- und Verwaltungstätigkeiten. Eltern hätten jeden Monat mindestens 60 Euro netto je Kind mehr im Geldbeutel, die sie jetzt für Betreuung am Nachmittag ausgeben müssen. Langfristig wirke, dass damit die Fördermöglichkeiten für Kinder verbessert würden, insbesondere für bildungsbenachteiligte, und dass ein Beitrag zur Verringerung der Zahl der Schulabbrecher geleistet würde. Denn wenn die nachfolgenden Generationen in die Lage versetzt werden sollen, den angehäuften Schuldenberg ihrer Vorfahren auch zu tilgen, dann müssten alle Kräfte mobilisiert werden, um junge Menschen zum Schulabschluss und zur Berufsausbildung zu befähigen sowie zu mehr höheren Abschlüssen und Studienbefähigungen zu gelangen.

Darüber hinaus meinen die Eltern, könne der Mitte 2008 beschlossene Ausbau der Kleinkinderbetreuung bis zum Jahr 2013 vorgezogen werden. Ziel ist des Ausbaus es, bundesweit jedem dritten Kind einen Platz zu verschaffen. Über diesen Weg würden ebenfalls konjunkturelle Effekte und Verbesserungen am Arbeitsmarkt entstehen.


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